Düren: Larue: Objektiv falsche Aussagen gefährden Ansehen der Feuerwehr

Düren: Larue: Objektiv falsche Aussagen gefährden Ansehen der Feuerwehr

„Die Feuerwehr Düren blockiert keine Fahrzeugnutzung, sondern wird blockiert”, stellt sich Bürgermeister Paul Larue in der Diskussion um den Kauf eines neuen Rüstwagens schützend vor die Feuerwehrleitung und weist die Kritik des FDP-Fraktionsvorsitzenden Hubert Cremer entschieden zurück.

Cremes objektiv falsche Aussagen würden das Ansehen der Feuerwehr gefährden mit der Folge eines Vertrauensverlustes in der Bürgerschaft, erklärt der Bürgermeister. „Und sie provozieren demotivierenden Unfrieden bei den haupt- und ehrenamtlichen Kräften der Feuerwehr Düren”.

Larue appelliert daher an den Rat, der am 26\. September endgültig über den von Wehrleitung und Feuerwehrbeirat vorgeschlagenen Neukauf eines Rüstwagens oder über die von der rot-gelb-grünen Ampel im Finanzausschuss mehrheitlich empfohlene Anschaffung eines Vorführwagens entscheiden wird, den Sachargumenten zu folgen.

„Die Interventionen der letzten Zeit haben leider nur erreicht, dringend notwendige Beschaffungen aufzuhalten, Kosten durch Mietfahrzeuge in die Höhe zu treiben und die Kompetenz der Feuerwehr in Frage zu stellen, betont der Bürgermeister und lässt keinen zweifel daran, dass die Kameraden der Feuerwehr sein uneingeschränktes Vertrauen haben.

Larue erinnert daran, dass die von der Politik gegen den Rat der Wehr beschlossene Reparatur des 22 Jahre alten Rüstwagens, den die Wehr zur technischen Hilfe, aber auch zur Personenrettung zwingend benötigt, erfolglos war.

Nach Abschluss der Reparatur seien mehr als ein Dutzend zum Teil gravierende und sicherheitsrelevante Mängel von Sachverständigen festgestellt worden, erklärt Larue und zitiert das Ergebnis der Untersuchung: „Das Fahrzeug ist nicht verkehrssicher und weist erkennbare erhebliche Mängel auf.” Außerdem sei der Hinweis erfolgt, dass „wegen fehlender Sicherheitseinrichtungen für die Einsatzkräfte ein erhöhtes Verletzungs- und Unfallrisiko besteht”, so dass das Fahrzeug nicht wieder in Betrieb ging.

Neues Fahrzeug unumgänglich

Und weil der Erfolg weiterer Reparaturmaßnahmen fraglich ist, eine Instandsetzung zudem weitere nicht unerhebliche Kosten verursachen würde, sei auch die Politik zwischenzeitlich zu der Erkenntnis gelangt, dass der Kauf eines neuen Rüstwagens unumgänglich ist und schnellstmöglich vorgenommen werden sollte. Der Feuerwehrbeirat habe sich dann für ein kostengünstigeres Wechselladerfahrzeug mit einem speziell konzipierten Abrollbehälters „Rüst” ausgesprochen.

Anders als die „Ampel” im Finanzausschuss betont Larue, dass ein solches Trägerfahrzeug nicht als Vorführfahrzeug oder „gut gebrauchtes” Fahrzeug gekauft werden kann. „Die Systeme müssten erst auf ein noch nicht zugelassenes Fahrgestell aufgebaut werden; individuell auf die Bedürfnisse des Nutzers angepasst. Erfahrungen anderer Feuerwehren mit gebrauchten Einsatzfahrzeugen diesen Typs würden zudem die Wirtschaftlichkeit von Gebrauchtlösungen infrage stellen.

Larue betont, dass die Feuerwehr in der Vergangenheit viele Anstrengungen unternommen habe, um den Bürger unter wirtschaftlichen Aspekten eine größtmögliche Sicherheit zu bieten. Dort wo es wirtschaftlich und vom Aufgabengebiet sinnvoll gewesen sei, seien geeignete Gebrauchtfahrzeuge von der Feuerwehr umgebaut und eingeführt worden. „Um der Stadt den wirtschaftlichen Druck zu nehmen, wurden immer wieder gerade bauliche Maßnahmen mit sehr viel persönlichem Engagement seitens der Feuerwehr in Eigenleistung abgewickelt.”

Mehr von Aachener Zeitung