Polizei bei der Mofa-AG der Europaschule Langerwehe

Viele Gefahren : Mofa-AG der Europaschule Langerwehe erhält polizeiliche Unterweisung

Polizeihauptkommissar Hans Jansen, der für Langerwehe zuständige Beamte des Bezirksdienstes des Kreises Düren, stattete dem Kurs für angehende Mofa-Führerscheininhaber einen Besuch ab und unterrichtete die Schüler über künftige Versuchungen und Gefahren bei der Nutzung ihres Zweirades.

Der Wunsch, schneller als mit den vorgeschriebenen 25 km/h unterwegs zu sein, verleite viele Fahranfänger dazu, schon bald nach der Erlangung des Führerscheins die Drosselungsvorrichtungen zu manipulieren, was einem durch die Bauart der heutigen Maschinen, die von Hause aus oft 40 bis 55 km/h schnell fahren könnten, auch relativ einfach gemacht werde. Dadurch erlösche jedoch die Betriebserlaubnis und die Versicherung komme bei Unfällen nicht mehr für Schäden auf, erklärte der Polizist.

Zudem erhalte man eine Ordnungswidrigkeitsanzeige und zusätzlich eine Strafanzeige wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis. Diese werde von der Polizei an die Staatsanwaltschaft weitergeleitet und ziehe, vor allem im Wiederholungsfall oder bei Vorliegen anderer Delikte, strafrechtliche Konsequenzen wie Geldstrafen, Ableistung von Sozialstunden oder Führerscheinsperren nach sich.

Kosten entstünden auch, wenn der Roller oder das Mofa sichergestellt werde und beim TÜV von einem Sachverständigen begutachtet werden müsse. So könnten am Ende schon Mal 300 bis 500 Euro zusammenkommen. Bei Manipulationen, die zu sehr hohen Geschwindigkeiten mit bis über 100 km/h verhelfen würden, spiele man schlichtweg mit seinem und dem Leben anderer, denn hier seien tödliche Unfälle praktisch programmiert.

Auch das Konsumieren von Alkohol und anderer Drogen vor Fahrtantritt müsse absolut tabu sein, so Jansen. Wenn man unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln von der Polizei beim Fahren erwischt werde, könne man sehr schnell unter Aufsicht der Straßenverkehrsbehörde gestellt werden und müsse dann in langen Verfahren unter Beteiligung von Ärzten nachweisen, dass man drogenfrei sei. Zukünftige Führerscheinerwerbungen mit 16 oder 18 Jahren rückten damit in weite Ferne. Der Polizeihauptkommissar wies darauf hin, dass Drogen sich oft noch drei bis vier Tage nach dem Konsum nachweisen ließen. Deshalb könne ihr Konsum, etwa bei einer Party, bedeuten, dass man den Roller, das Mofa oder das Moped mehrere Tage lang nicht verwenden dürfe.

Am Ende gab Jansen noch den Tipp, das Zweirad sicherheitshalber vor der Schule anstatt dahinter abzustellen, da potenzielle Diebe das Licht der Öffentlichkeit auf dem Exmouthplatz scheuen würden. Die Teilnehmer der Mofa-AG zeigten sich beeindruckt von den Ausführungen des Polizeibeamten und gelobten, sich nach dem Erwerb des Mofa-Führerscheins an die Regeln zu halten.