Europaschule Langerwehe: Kreis Düren startet seine „digitale Revolution“

Europaschule Langerwehe : Kreis Düren startet seine „digitale Revolution“

Für Mona Braun und Tristan Keller kommt die „digitale Revolution des Kreises Düren“, die Landrat Wolfgang Spelthahn (CDU) am Montag in der Europaschule Langerwehe gestartet hat, ein bisschen zu spät.

Die Jugendlichen von der mit 1200 Schülern größten weiterführenden Schule im Kreis Düren machen in diesem Jahr Abitur – vom schnellen Internet und den Glasfaserleitungen, die es seit dieser Woche an der Schule gibt, werden sie nicht mehr profitieren. Nützlich wäre es schon gewesen. „Wir haben schon versucht, das Internet zu benutzen“, sagt Mona Braun. „Aber entweder hat es überhaupt nicht funktioniert oder nur sehr, sehr langsam.“

Mit 12,3 Millionen – zum größten Teil aus Landes- und Bundesmitteln – wird im Kreis Düren der Breitbandausbau gefördert. 6,1 Millionen Euro kommen aus dem Bundes-Verkehrsministerium, 5,8 Millionen aus dem Landesministerium für Wirtschaft und Digitalisierung Die Kommunen des Kreises Düren, allerdings nur solche, die nicht im Haushaltssicherungskonzept sind, übernehmen einen Eigenanteil von rund 360.000 Euro.

2964 neue Anschlüsse

„Fast alle Menschen im Kreis Düren werden von unserem Breitbandausbau profitieren“, erklärte Landrat Spelthahn, bevor er in der Europaschule symbolisch auf einen roten Knopf drückte und das schnelle Internet in Gang setzte. „Es wird 2964 neue Anschlüsse geben, davon 2604 in Privathaushalten, 208 in Firmen und Unternehmen, 106 in Schulen so wie 46 in institutionellen Einrichtungen.“

Die erste Hälfte des Breitbandausbaus, nämlich die im Nordkreis, erklärte Spelthahn, sei bereits in vollem Gange und werde vermutlich noch in diesem Jahr fertiggestellt. „Bis es im Südkreis überall schnelles Internet gibt, wird es vermutlich noch bis nächstes Jahr dauern.“ Regina Westermann, Schulleiterin der Europaschule Langerwehe, betonte, dass eine funktionierende digitale Lernumgebung Vorraussetzung allen digitalen Lernens und Lehrens sei. Westermann: „Der Breitbandausbau ist für die Schule absolut wesentlich. Bisher war es nicht möglich, dass mehrere Schüler oder gar ganze Klassen gleichzeitig im Internet recherchieren und Material runterladen konnten.“

Das ist jetzt anders. „Dank der modernen Glasfaserleitungen“, erklärte Stephan Fuß von der Firma Soco Network Solutions, die in Langerwehe für den Breitbandausbau verantworltich war, „können in der Europaschule jetzt mehrere Klassen gleichzeitig das Internet mit hoher Geschwindigkeit nutzen.“

(kin)
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