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Kommunalwahl in Langerwehe: Kandidat Peter Münstermann (SPD)

Bürgermeisterkandidat Peter Münstermann (SPD) : Potenzial der Gemeinde darf nicht länger brach liegen

Peter Münstermann (64) will für die SPD Bürgermeister von Langerwehe werden und seine Heimatgemeinde voran bringen — gleichzeitig will er die Bürger deutlich stärker einbinden. „Die Zeiten des Ichs“, sagt er, „sind längst vorbei.“

Eine Frage hat Peter Münstermann in den vergangenen Wochen oft gehört: „Warum tust du dir das an?“ Und die Antwort des Ex-SPD-Landtagsabgeordneten, warum er mit 64 Jahren für das Amt des Bürgermeisters kandidiert, ist denkbar einfach: „Ich mache das für Langerwehe. Mein Heimatort liegt mir sehr am Herzen, und es gibt viele Dinge, die dringend verändert  werden müssen. Vor allem muss die Kommune wirtschaftlich gut aufgestellt werden.“ Die Töpfergemeinde habe ein ungeheur großes Potenzial. „Und das dürfen wir nicht brach liegen lassen.“

Langerwehe soll eine Gemeinde werden, in der Kinder, Jugendliche, Familie und Senioren sich wohlfühlen, könnte dabei die Überschrift von Münstermanns Bürgermeister-Kandidatur sein, wobei die Ziele, die der Sozialdemokrat formuliert,  deutlich konkreter sind. „Langerwehe steht finanziell mit dem Rücken zur Wand. Daran ändert auch nichts, dass das vom Amtsinhaber immer wieder dementiert wird“, sagt Münstermann. „2009 hatte unsere Gemeinde allgemeine Rücklagen von 40 Millionen Euro, dieses Jahr sind es noch drei Millionen. 37 Millionen sind weg. Wir müssen die Einnahmen- und die Ausgabenseite sehr genau betrachten.“

Dabei will Münstermann die Sozialstandards halten und auch kulturelle Einrichtungen wie die Gemeindebücherei und das Töpfereimuseum sowie die Jugend- und Seniorenarbeit stärken. Besonders wichtig sind aus Sicht des SPD-Politikers, dass die geplanten Gewerbeflächen an der L12n möglichst schnell erschlossen werden und Langerwehe einen Masterplan für den Zentralort, aber auch für alle Ortsteile bekommt. „Wir müssen beispielsweise überall neuen Wohnraum schaffen. Es gibt sehr viele Menschen, die gerne in unserer Gemeinde wohnen möchten.“

Grundsätzlich will Münstermann, sollte er Bürgermeister werden, auf mehr Bürgerbeteiligung setzen. „Der Bürgerwille ist in Langerwehe in den vergangenen Jahren nahezu vollkommen ignoriert worden. Aber die Zeiten des Ichs sind längst vorbei. Wir müssen Leute finden, die gute Ideen haben und deren Ideen dann auch zulassen. Nur gemeinsam können wir wirklich etwas für unseren Ort erreichen.“

Münstermann will einen Seniorenrat und ein Jugendparlament installlieren sowie die interkommunale Zusammenarbeit mit Nachbargemeinden, aber auch mit dem Kreis Düren vorantreiben. „Das kann auf der einen Seite dabei helfen, zu sparen“, sagt er. „Auf der anderen Seite werden dadurch aber auch Kapazitäten für Mitarbeiter des Rathauses frei. Im Augenblick gibt es in der Gemeindeverwaltung niemanden, der dafür zuständig ist, sich um Förderprogramme und -möglichkeiten zu kümmern. Auch das müssen wir ändern.“

Zu guter Letzt sind auch Klimaschutz und Nachhaltigkeit Themen, die ziemlich weit oben auf Münstermanns Agenda stehen. „Dazu gehört, dass das neue Gewerbegebiet klimaneutral und energieautark arbeitet, aber auch, dass schrittweise alle Dienstfahrzeuge der Gemeinde auf emmissionsarme Antriebsarten umgestellt werden.“

Peter Münstermann weiß, dass bei vier Bürgermeisterkandidaten, wie es sie in Langerwehe bei der Kommunalwahl am 13. September gibt, die Wahrscheinlichkeit einer Stichwahl recht groß ist. „Ich trete aber nicht an, um in eine Stichwahl zu kommen“, sagt er. „Ich trete an, um im ersten Wahlgang Bürgermeister zu werden. Diese Abstimmung muss auch eine Abwahl des derzeitigen Bürgermeisters sein.“