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Ereignisreiche Silvesternacht: Wohnhausbrand in Langerwehe

Einsatzreiche Silvesternacht : Pkw-Brand greift auf Wohnhaus über

Polizei und Feuerwehr sprechen von einer ereignisreichen Silvesternacht. Die Zahl der Einsätze im Kreis Düren lag über dem Vorjahresniveau. Nach dem Brand eines Wohn- und Geschäftshauses an der Hauptstraße in Langerwehe mussten zwei Senioren in der Silvesternacht mit Verdacht auf Rauchvergiftung ins Krankenhaus gebracht werden.

Gegen 20.30 war aus bislang ungeklärter Ursache ein Pkw in der Hofeinfahrt des Hauses in Brand geraten. Als die Feuerwehr eintraf, hatten die Flammen bereits auf das Wohnhaus übergegriffen und Passanten versucht, die beiden Senioren mit eiligst herbeigeholten Leitern aus dem Obergeschoss zu befreien. Dies gelang aber erst der Feuerwehr mit sogenannten Fluchthauben. Die Löscharbeiten gestalteten sich nach Angaben des stellvertretenden Langerweher Wehrleiters Timo Löfgen äußerst schwierig, weil Teile der Zwischendecke geöffnet werden mussten, um letzte Brandnester bekämpfen zu können. Aus diesem Grund konnte der Einsatz erst gegen 1.30 Uhr beendet werden. Die Hauptstraße musste in dieser Zeit für den Verkehr gesperrt werden. Insgesamt waren 95 Rettungskräfte im Einsatz. Die Feuerwehr Langerwehe wurde unterstützt von Kollegen aus Düren und des Feuerschutztechnischen Zentrums des Kreises Düren sowie des DRK. Das Gebäude sei bis auf Weiteres unbewohnbar, auch das Geschäft im Erdgeschoss bleibe erst einmal geschlossen, teilte Löfgen mit. Die Ermittlungen zur Brandursache dauern an. Die Feuerwehr der Stadt Düren musste in der Silvesternacht noch weitere neun Mal ausrücken, um vor allem brennende Mülleimer und Papiercontainer zu löschen. In Hoven brannte zudem ein weiterer Pkw am Straßenrand.

Die Polizei im Kreis Düren wurde in der Silvesternacht zu 40 Einsätzen mit Silvesterbezug gerufen, achtmal öfter als noch vor einem Jahr. Zu den Brandeinsätzen kamen zwei Widerstandsdelikte, zwei Körperverletzungsdelikte, vier Sachbeschädigungen, vier Einbrüche, zwei Verkehrsdelikte, acht Ruhestörungen und diverse kleinere Einsätze ohne Straftatbestände, die die Beamten aufnehmen mussten. An der Kölner Landstraße in Düren musste ein Randalierer gegen 1.30 Uhr vorübergehend in Gewahrsam genommen werden.

(ja)