Marode Kulturhalle wird abgerissen: Eine neue Aula für 1197 Schüler

Marode Kulturhalle wird abgerissen : Eine neue Aula für 1197 Schüler

Schulleiterin Regina Westermann sprach von einem Gebäude, dass die „Zusammengehörigkeit von der Europaschule und der Gemeinde versinnbildlicht. Die neue Schulaula“, sagte die Pädagogin, „wird festliche Heimat unserer Schulgemeinschaft und gleichzeitig auch Heimat der Bürger von Langerwehe. Sie wird Schul- und Gemeindeleben gleichermaßen intensivieren.“

Bürgermeister Heinrich Göbbels (CDU), Vertreter von Politik, Verwaltung und Europaschule sowie Planer und Handwerker hatten sich gestern zum ersten Spatenstich für die neue Schulaula versammelt, die auch die Langerwehe Kulturhalle ersetzen soll. Die alte Halle wird demnächst abgerissen. Ein Kölner Investor will an ihrem Standort neuen Wohnraum für die Töpfergemeinde schaffen. „Für Langerwehe ist das ein großer Tag“, betonte der Bürgermeister gestern. „Die Europaschule ist mit 1197 Schülern die größte weiterführende Schule im Kreis Düren und braucht diese Aula dringend.“

Das neue Gebäude, das in unmittelbarer Nachbarschaft zur Turnhalle der Schule entsteht und von Architekt Jürgen Bäuml geplant wurde, hat 408 Sitzplätze und soll in Zukunft neben den Schulveranstaltungen unter anderem auch Platz fpr die Langerweher Schützen und Karnevalsgesellschaften bieten. Finanziert wird die neue Aula aus den kompletten Mitteln des Landes-Programms „Gute Schule 2020“ sowie der Investitions- und Schul- und Bildiungspauschale der Gemeinde. Göbbels: „Wir bauen diese Aula, ohne dafür Steuermittel zu verwenden.“

Diskussionen gab es um die Finanzierung des Gebäudes trotzdem, vor allem, weil immer noch nicht genau bekannt ist, was die Aula kosten wird. Zunächst hatten die Ratspolitiker sich geeinigt, die Kosten der schlüsselfertigen Aula auf 1,6 Millionen Euro. „Dieser Preis war einfach nicht zu halten“, erklärte Göbbels. „Die Baukosten sind einfach enorm gestiegen. Deswegen war es sinnvoll. von der geplanten Deckelung wieder Abstand zu nehmen.“ Es seien noch nicht alle Gewerke für die Aula vergeben, ergänzte der Bürgermeister. „Die Mehrkosten halten sich in Grenzen und werden aller Voraussicht nach zwei Millionen Euro nicht überschreiten.“

Für Architekt Jürgen Bäuml ist ein Bau für eine Schule immer eine besondere Aufgabe. „Weil eine Schule auch ein besonderes Gebäude ist. Zwei Jahre Planungszeit liegen nun hinter uns. Und im Frühjahr 2020 soll die neue Aula fertig sein.“

(kin)
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