Düren: Kunstwerk „Engel der Kulturen“ führt Aktionszug an

Düren: Kunstwerk „Engel der Kulturen“ führt Aktionszug an

Der „Engel der Kulturen“ soll seine Flügel entfalten — freilich nicht als Himmelswesen der altbekannten Art, aber immerhin doch als eine Art von guter Geist. Das Dürener „Bündnis gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Gewalt“ hat ihn herbeigerufen. Er wird im Mittelpunkt eines Demonstrations- und Aktionszuges durch Norden und Mitte der Kreisstadt mit dabei sein.

Denn der „Engel der Kulturen“ ist zuerst einmal ein Kunstwerk, geschaffen von Gregor Merten und Carmen Dietrich aus Burscheid im Bergischen Land. In ihrer kreisrunden Form verbindet die Skulptur, die in Dürener nur als relativ leichte Nachbildung präsent sein wird, die Symbole der drei großen, so genannten abrahamitischen Weltreligionen: Der Halbmond weist auf den Islam hin, das angeschnittene Kreuz auf das Christen- und der Stern auf das Judentum.

Als Zeichen werden es die Aktiven des Bündnisses auf ihrem Zug am Freitag, 27. September, zwischen 14.45 und 19 Uhr von der Kirche St. Joachim über die DITIB-Moschee an der Veldener Straße, die Stele auf dem Areal der einstigen Synagoge an der Schützenstraße, das Rathaus und die evangelische Christuskirche am Wilhelm-Wester-Weg mit sich führen.

„Im Sinne des Begriffs der sozialen Skulptur von Joseph Beuys“, so Mit-Initiatorin Monika Ollig, sollen aber auch die Teilnehmer im Verlauf des Zuges, der Gebete und der symbolischen Gesten als „Engel der Kulturen“ Teil eines lebendigen großen handelnden Ganzen werden.

Sehr verschiedene Menschen und Gruppen, so die Organisatoren Monika Ollig, Walter Moersch, Gunter Derichs und Walter Amberg, werden am 27. September mit dabei sein. Die, die das Bündnis als Gewerkschafter oder anders politisch Gestaltende mit Leben füllen, werden dabei sein, aber auch Kinder aus vier Kindergärten und acht Schulen.

Und natürlich sind auch ganz gewöhnliche Dürener herzlich eingeladen, sic mit auf den Weg von St. Joachim zur Christuskirche zu machen oder zumindest einen Teil dieses Weges zu gehen.