Heimbach: Kunst-Schlacht: Heimbacher Malerwettbewerb im Freestylen und Porträtieren

Heimbach : Kunst-Schlacht: Heimbacher Malerwettbewerb im Freestylen und Porträtieren

Es war keine übliche Ausstellungseröffnung im Wasser-Informations-Zentrum Eifel in Heimbach. Nur der parteilose Bürgermeister Peter Cremer hielt eine kurze Begrüßungsrede für die Gäste, für eine Künstlerin und natürlich Pere Krischbin, den Vater dieser neuerlichen Kunstaktion, die schon seit einigen Wochen auf dem Boden der Stadt Heimbach unterwegs ist.

Cremer nannte die Aktion im WIZE die „Vernissage zur Finissage“. Die erste Vernissage hatte ja in der Villa Krischbins stattgefunden. Begeistert sprach er von einem „Start in eine besondere Art von Kunst“. Die Gemälde firmieren unter der Überschrift „Art-Battle“. Der erste Bürger der Stadt gab zu verstehen, dass er sich vorstellen könne, solche oder ähnliche Kunstaktionen auch in Zukunft in seiner Stadt etablieren zu können. Denn im Vergleich zu allen Kriegen und zu allen Kämpfen auf dieser Welt sei die „Kunst-Schlacht“ eine sehr friedliche.

Wie schon berichtet, hatten sich zwölf Künstler aus verschiedenen Ländern vor drei Wochen in der Villa Vishkanya, dem Zuhause von Pere Krischbin, einem Malwettbewerb gestellt. Zwei Aufgaben mussten sie in zwei Stunden erledigen: einmal das Porträt eines ausgelosten Gastes malen, die zweite Stunde fiel unter den Begriff Freestyle. Das war die eigentliche, die erste Vernissage.

Die zwölf Porträts sind im WIZE nicht zu sehen. Künstler und Porträtierte haben sie am Aktionstag schon mitgenommen. Die Freestyle-Arbeiten hängen im WIZE, bis — so der Bürgermeister — eine neue Ausstellung ansteht.

Pere Krischbin erinnerte an die Anfänge von „Augenweide“, vor Jahren parallel zu dem Musikfest „Spannungen“ im Wasserkraftwerk Heimbach geboren. Er hatte Zeitungsberichte über die damaligen Aktivitäten der Heimbacher Künstler dabei, die über Jahre hinweg viele Aktionen zur Rettung der Umwelt oder auch zur Einbindung von Flüchtlingen in die Gemeinde durchgeführt haben.

„Augenweide“ ist personell geschrumpft, doch noch immer aktiv mit vielen guten Ideen. Ab sofort können die jüngsten Produkte im WIZE in Augenschein genommen werden.

Per Krischbin ließ während der Vernissage die Gemälde von Kategorie 2 — Freestyle — begutachten. Aus dem Publikum erklärten sich zwei Männer und zwei Frauen zur Punktevergabe für die zwölf Gemälde bereit. Es gewann das Bild von Irina Trott. Sie — Künstlername Motovilova — und die weitere Siegerin Eliza Wisznieswska können in naher Zukunft unentgeltlich im WIZE ihre Werke ausstellen.

Die Öffnungszeiten im WIZE sind montags bis sonntags von 14 bis 17 Uhr.

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