Heimbach: Kunst kennt keine Sprachbarrieren

Heimbach: Kunst kennt keine Sprachbarrieren

„Orientierungsplan/Overzichtsplattegrond“ steht auf jedem Informationsblatt, das die Besucher der Ausstellung (Tentoonstelling) beim Kauf ihrer Eintrittskarten bekommen. Nachdem das Ferienresort „Eifeler Tor“ in Heimbach offiziell eröffnet wurde, besuchen immer mehr Niederländer die Pop-Art-Ausstellung auf Burg Hengebach.

Vorausschauend wurde deshalb auch die Beschilderung zweisprachig angebracht. Und um die niederländischen Gäste in ihrer Muttersprache durch die Ausstellung führen zu können, schalteten die Veranstalter im Vorfeld eine Anzeige im Heimbacher Stadtjournal: „U zoeken wij!!“. Was übersetzt soviel heißt wie „Sie suchen wir!!“

Diese drei Worte fielen Judith Schmitz, die fließend Niederländisch spricht, sofort ins Auge. Spontan rief sie in der Internationalen Kunstakademie an und gehört seitdem zum Fazzino-„Führungsteam“. „Ich spreche gerne Fremdsprachen“, erzählt die 35-jährige Doktorin. Seit 2008 lebt die mit einem Niederländer verheiratete Human-Biologin in Heimbach. „Bei Rizzi und Janosch war ich noch begeisterte Besucherin.“ Mittlerweile erklärt sie den Ausstellungsgästen die bunte Wusel-Welt des Charles Fazzino.

Unabhängig von Sonderterminen für Schulklassen finden regelmäßig öffentliche Führungen statt: Samstags um 15 Uhr, an Sonn- und Feiertagen jeweils um 14 Uhr. Am langen Donnerstag ist die quirlig-bunte Ausstellung bis 22 Uhr geöffnet. Dann wird um 19 Uhr durch Fazzinos dreidimensionale Bilderwelt geführt. Für Jugendliche unter 18 Jahren ist der Eintritt frei.

Genau wie bei den vorherigen Ausstellungen von Rizzi und Janosch werden die 150 Exponate des amerikanischen Künstlers kindgerecht auf Augenhöhe präsentiert. Mit staunender Neugier entdecken Jugendliche in den vielschichtigen Bildern Details, die manch ein Erwachsener übersehen würde. Großer Andrang herrscht stets vor der Wand mit der Sonder-Grafik, auf der Charles Fazzino die Sehenswürdigkeiten der Region abbildete.

Inzwischen sei die Hälfte der auf 250 Stück begrenzten Sonderedition verkauft, vermeldet die Kulturinitiative des Kreises Düren.

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