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Kulturtage auf Schloss Burgau mit Werken "Dürener Köpfe"

Kulturtage : Vielfalt bei den Werken der „Dürener Köpfe“

Die Routine des kleine Jubiläums bei den 20. Kulturtagen des Lions-Clubs Düren-Marcodurum erfüllte den Präsidenten Norbert Ouillon mit Stolz und Freude. Ein großer Lärmpegel angeregter Gespräche der dicht gedrängten Besucher erfüllte den Konzertsaal von Schloss Burgau über die Stufen bis in die anschließenden Ausstellungsräume und bewies schon das Interesse für das attraktive und familiäre Angebot.

Darauf konnte Norbert Ouillon einen großen Bogen des Dankes für alle mitgestaltenden Kräfte schlagen. Angefangen 1990 mit Idee und Initiative von Fred Kessel mit seinem Team und einem ersten Spendenertrag von 10.000 DM, wuchs der Erfolg von Jahr zu Jahr.

Für gute Zwecke

Der feste Bestandteil im Dürener Kalender verdient sein Echo aus dem Erlös für gute soziale und kulturelle Zwecke. Diesmal für das Sommerlager des Jugenamtes der Stadt Düren, das Seniorentheater, die Lebenshilfe Düren und den Feuerwehrfonds des Lions Hilfswerk Marcodurum. Deshalb der Dank an die großen und kleinen Sponsoren und Förderer und die Stadt Düren, vertreten vom stellvertretenden Bürgermeister Thomas Floßdorf (CDU): Die Bescheidenheit des Präsidenten müsse er korrigieren, weil man „sehr stolz“ sein könne auf das, was „leuchtende Augen der Kinder am Badesee“ erzeuge und was ein überraschendes humanes Potential der Stadt und ihrer Künstler hervorlocke.

Der Präsident dankte den Lionsfreunden für ihr unermüdliches Engagement und Stefan Knodel als künstlerischem Berater sowie den „Dürener Köpfen“ für die Gestaltung ihrer künstlerischen Exponate. Deren Würdigung und sachkundige Einführung übernahm die Direktorin des Leopold-Hoesch-Museums, Anja Dorn.

Digitale Collagen

Sehr persönlich und anschaulich charakterisierte sie die Werkakzente der fünf Künstler mit Empfehlung zum Selbersehen und genaueren Betrachten: Katrin Salentin mit ihren digitalen Collagen einer Post-Internet-Art; Oliver Czarnetta, zum zweiten Mal dabei, mit seinen Skulpturen, die in einigen Objekten „Spiegelung des eigenen Selbst“ seien; Luise Kött-Gärtner, deren Gestaltungen mit Papier, Stein und Bronze aktuelle Anlässe reflektieren; Rudi Böhmer, der für seine Illustrierte „Dürener“ seine Fotoimpressionen aus Alltagsbeobachtungen gewinnt – narrativ und technisch verwandelt durch Licht und Bewegung; Harald Meisenberg, auch zum zweiten Mal vertreten und im Papier-Museum präsent, der mit einer Kartonserie voller Zeitungsnotizen eine Erinnerungsbatterie zum Einsturz des Kölner Stadtarchivs dokumentiert. Bei einer amerikanischen Versteigerung eines Bilds von Katrin Salentin entstand schon der erste Erlös von 300 Euro. Konzertstücke des Klarinetten-Quartetts „Kla-Vier“ der Musikschule unter Leitung von Joachim Locker umrahmten die Eröffnung.

(ng)