Künstlerin Heidi Nolden stellt ihre Werke im Schloss Burgau aus

Leichtigkeit prägt den Stil : Künstlerin Heidi Nolden stellt ihre Werke im Schloss Burgau aus

Bis Sonntag sind die Werke der Künstlerin aus Drove noch anzuschauen. Heidi Nolden ist seit Mitte der 90er Jahre unter anderem durch die Kulturtage in Kreuzau bekannt. Ziel ihrer Bilder ist es, spontan, leicht und dynamisch zu wirken.

„Von zehn Arbeiten sind vielleicht vier gelungen“, fasst der befreundete Künstler Karl Hackstein den Arbeitsprozess Heidi Noldens zusammen. Die Künstlerin beginnt ihre Arbeiten meist spontan mit einem Ansatz und vollendet dann das Bild. Nun hat sie die Gelegenheit, ihre Werke im Schloss Burgau auszustellen.

Vom Ansatz leiten lassen

Heidi Nolden beginnt die Schöpfung eines neuen Bildes oft, indem sie zuerst den Hintergrund malt oder klekst. Ist dieser erste Ansatz gelungen, lässt sie sich von ihm leiten. Wenn ihr Bild erst fertig ist, wird das Zusammenspiel von Farbe und Form erkennbar. Trotz aller Freiheit und Leichtigkeit, die man den Bildern ablesen kann, ist es dennoch notwendig, die nötigen Fachkenntnisse zu haben, um solch ein Gemälde zu kreieren. Dazu hat die Künstlerin sich über einige Jahre hinweg mit der Wirkung von Farbe, Punkt, Linie, Fläche und Format beschäftigt. So löst zum Beispiel die Farbe Rot Adrenalin aus und Gelb gilt in der Natur als Warnfarbe.

Dazu benutzt Heidi Nolden gedämpfte, reduzierte und pastellige Töne. Auch durch das Auswaschen entsteht der für ihre Bilder typische Stil. Zusätzlich ist die unterschiedliche Verwendung von Linien und Formen entscheidend. Sie können gerade, kurvig, schmal oder kräftig aufgetragen sein. Während einige Linien zufällig wirken, sind diese doch funktional. Gelingt es durch diese Werkzeuge, dass die Künstlerin das Gefühl hat, die Arbeit vollendet zu haben, dann ist das Bild bereit, präsentiert zu werden.

Den Neuanfang wagen

Zu Beginn beschäftigte sich die Künstlerin meist mit Ikonen- und Buchmalerei, entschied sich jedoch dann, weg von diesen übernommenen Motiven zu gehen. Sie fing an mit eigenen Strichen zu arbeiten, wagte einen Neuanfang unter dem Gesichtspunkt „frei zu sein“. Um die Techniken zu erlernen, die man heute in ihren Bildern erkennt, besuchte sie die Kunstakademie in Düren und einen Kurs in München, welche unter anderem die Thematik der Leichtigkeit, der Freiheit und des modernen Designs vertieften. Zudem begann sie auch mit Stein, Metall und Holz zu arbeiten. Nach einer Pause von zehn Jahren ist Heidi Nolden nun seit 2014 wieder als Künstlerin aktiv.