Eschauel: Künstler am Rursee: Das hölzerne Tier aus dem Stamm holen

Eschauel: Künstler am Rursee: Das hölzerne Tier aus dem Stamm holen

Eine Motorsäge schneidet an einem Baumstamm vorbei. Immer wieder schnitzt der Künstler Bouchta Ouali mit dem scharfen Gerät am Holz entlang. Mit jedem Handgriff wird es sichtbarer: Das hölzerne Tier, das im Stamm verborgen ist und vom 63-jährigen Bildhauer befreit wird.

Bouchta Ouali steht allerdings diesmal nicht in seinem Atelier in Haus Welk in Kreuzau. In den kommenden drei Wochen wird er unter freiem Himmel auf der Halbinsel Eschauel am Rursee arbeiten. „Work in Progress“ heißt der Titel der Aktion, die Unternehmerin Yasmin Kallmuth-Büyükdere vor zwei Wochen ins Leben rief. Kallmuth-Büyükdere sagt: „Das hier in Eschauel soll ein Pilotprojekt sein. Mein Wunsch wäre, das auch an anderen Orten durchführen zu können.“

Möglich machen das Projekt diverse Spendengeber.

Bouchta Ouali stammt aus Marokko, seit 1970 lebt er in Deutschland. Er betont: „Ich bin ein deutscher Berber.“

Er setzte sich zum Ziel, nicht nur eine „Nessi“ für den Rursee zu schnitzen, mit großen Zähnen, sondern auch eine Sitzbank, zwei große Skulpturen und zwei Sitzinseln. Hinzu gesellen sich weitere Ausstellungsstücke. Einige der Arbeiten wie die Sitzbank sollen in Eschauel bleiben.

Zudem nimmt der Künstler Bouchta Ouali Wünsche von Zuschauern entgegen, die er gerne in die Tat umsetzt.

(gkli)
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