Kreuzau und Lendersdorf: Neue Rurbrücken schneller fertig

Kreuzau und Lendersdorf : 1,3 Millionen für neue Rurbrücken

„Wir haben eine marode Brücke ersetzt, eine wichtige Kreisstraße renoviert und den Rurufer-Radweg ertüchtigt. Diese Maßnahmen waren zur Sicherung und Verbesserung der Infrastruktur im Kreis notwendig.“, zog Landrat Wolfgang Spelthahn (CDU) Bilanz.

Gemeinsam mit dem Kreuzauer Bürgermeister und Ingo Eßer und dem Landtagsabgeordneten Dr. Ralf Nolten (beide CDU) gab er mit einem symbolischen Scherenschnitt die neuen Brücken über Rur und Lendersdorfer Mühlenteich frei. Gleichzeitig mit deren Neubau war auch die K29 von der Kreuzung mit der K27 bis nach Kreuzau saniert worden.

Die Arbeiten, die zu 60 Prozent vom Land und zu 40 Prozent vom Kreis finanziert wurden, sind nach nur 14 Monaten nun zu Ende. Projektiert waren zunächst 24 Monate, was den Landrat zu einem Dank an die ausführenden Firmen brachte. Auch der Kostenrahmen von 3,8 Millionen Euro wird wohl gehalten werden.

Davon entfallen auf die Rurbrücke 1,3, die Teichbrücke 0,5 und auf den Straßenbau 2 Millionen Euro. Besondere Aufgaben stellten sich Planern und Ausführenden dadurch, dass die Brücken in einem Naturschutzgebiet liegen, wodurch strenge Vorgaben zu erfüllen waren.

Was für den direkt benachbarten Industriebetrieb und andere Unternehmen in der näheren Umgebung positiv ist, birgt aber auch Nachteile für einige Anwohner. So beschwerten sich einige Bewohner der direkt an der Straße gelegenen Senioren-Wohnanlage über gewachsene Belastungen. Da sowohl die Beschränkung auf Lkw bis 16 Tonnen als auch die Höchstgeschwindigkeit von 30 Stundenkilometer weggefallen sind und die Brücken nun nicht wie bisher ein- sondern zweispurig zu befahren sind, sind die akustischen Belästigungen für sie gestiegen. Da das Problem beim Kreis bekannt ist, wird es wohl zumindest die Tempobeschränkung bald wieder geben.

(kel)
Mehr von Aachener Zeitung