Gebühren für Schul- und Vereinsschwimmen wird in Kreuzau steigen

Gebühr an Badgesellschaft : Schulschwimmen wird die Gemeinde mehr kosten

Das Sportbecken im Freizeitbad Monte Mare wird auch von Vereinen und zum Schwimmunterricht von Schulen genutzt. Hierfür zahlt die Gemeinde der Freizeitbad Kreuzau GmbH pro Kopf und Nutzung derzeit 2,14 Euro. Dieser Betrag soll nun auf 2,57 Euro steigen. Nur der Zeitpunkt der Erhöhung ist noch nicht klar.

Im Erbbaurechtsvertrag mit der Gesellschaft ist geregelt, unter welchen Voraussetzungen das Entgelt angepasst werden kann. Als Orientierung wird der Verbraucherpreisindex für Nordrhein-Westfalen herangezogen. Ist dieser um mindestens zehn Prozent gestiegen, kann eine Erhöhung erfolgen. Im Jahr 2008 wurde das Nutzungsentgelt zum letzten Mal angepasst. Die Gemeinde errechnete zwischen diesem Jahr und dem Jahr 2018 eine Steigerung des Verbraucherpreisindexes um 13,37 Prozent. „Wir haben die Zahlen geprüft, die rechtlichen Voraussetzungen für eine Erhöhung sind also gegeben“, teilte Kreuzaus Bürgermeister Ingo Eßer (CDU) mit.

Grundsätzlich sind sich die Kommunalpolitiker einig, dass eine Preissteigerung erfolgen soll. Allerdings der Zeitpunkt ist umstritten. Derzeit wird geprüft, ob die neuen Zahlen erst ab dem 1. Januar des neuen Jahres gelten sollen. Dies würde zumindest den Haushalt dieses Jahres entlasten. Bis zur Ratssitzung am 7. Mai soll Klarheit herrschen.

Ein Hinausschieben der Preiserhöhung macht sich für die Gemeinde bezahlt. Für die 10.550 Schüler entrichtet sie aktuell noch 22.577 Euro jährlich. Sollten zum neuen Schuljahr die gestiegenen Sätze gelten, würde diese Summe auf 24.845,25 Euro wachsen, wobei darin noch nicht berücksichtigt wird, dass das Bad wegen Renovierung geschlossen wird. Ab dem kommenden Jahr sind jährlich 27.113,50 Euro für das Schulschwimmen zu entrichten.

In diesen Zahlen ist jedoch nicht die Nutzung der Vereine enthalten. Derzeit steigen Mitglieder der Schwimmabteilung des Turnclubs 1889 Kreuzau, der DRLG und des Tauchclubs Kreuzau regelmäßig für Trainingseinheiten in das Schwimmbecken. Dafür überweist die Gemeinde jährlich 14.646,16 Euro an die Badgesellschaft. Erfolgt die Preisanpassung im Sommer, erhöht sich die Zahlung auf 16.117,62 Euro. Ab dem kommenden Jahr sind 17.589,08 Euro jährlich zu zahlen. Die Verwaltung geht davon aus, dass 6844 Einheiten jährlich für Vereinssport anfallen. Der Ansatz müsste dann auch im Haushalt der Gemeinde von derzeit 16.000 Euro angepasst werden.

Dieser Zuschuss, das stellte Bürgermeister Eßer heraus, wird den Vereinen als „Eintritt“ ins Bad zugestanden. Sämtliche Kosten für Geräte und Übungsleiter müssen nach wie vor von den Clubs selbst getragen werden.

Eine Entscheidung wird nun in der kommenden Ratssitzung fallen. Bei einer Preisanpassung am 1. Januar 2020 wollen alle Fraktionen zustimmen.

(pan)
Mehr von Aachener Zeitung