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Kreuzau: Feuerwehrgerätehaus in Boich wird neu gebaut

730.000-Euro-Investition in Boich : Das Feuerwehrgerätehaus wird 2019 abgerissen und neu gebaut

Ein Teilabriss wäre zwar 134.000 Euro günstiger, bringt aber große Nachteile. Deswegen wird für 730.000 Euro neu gebaut. Zwei weitere Gebäude der Feuerwehr im Gemeindegebiet folgen.

Die Planungen für das umbaubedürftige Feuerwehrgerätehaus in Boich werden konkreter. Die Verwaltung spricht sich nach einer Analyse mit dem zuständigen Ingenieurbüro für einen kompletten Neubau aus. Zwischenzeitlich stand auch ein Teilabriss zur Diskussion, um Geld zu sparen. Der Bau- und Planungsausschuss hatte nämlich in seiner Sitzung Ende Mai die Kosten von rund 700.000 Euro als zu hoch angesehen.

Jetzt steht für die Verwaltung laut ihrer Vorlage für den Bau- und Planungsausschuss (6. November, 19 Uhr, Festhalle) aber fest: Ein Teilabriss ist zwar 134.000 Euro günstiger, bringt aber erhebliche Nachteile mit sich, weil einige DIN-Vorschriften nicht eingehalten würden. Wenn – wie ein Entwurf es vorsieht – der linke Gebäudeteil samt Garage für das Löschgruppenfahrzeug erhalten bliebe, der Stellplatz für das Mannschaftstransportfahrzeug auf der rechten Seite (inklusive Sanitärbereich und Besprechungsraum) aber abgerissen würde, wären die beiden Wagenhallen nicht mehr groß genug.

Im Falle, dass die Gemeinde neue Fahrzeuge anschaffen müsste, „wird das zu Problemen führen“, steht in der Ausschussvorlage. Der beschriebene Teilabriss würde auch bedeuten, dass es keine separaten Umkleiden für Zivil- und Einsatzkleidung der Feuerwehrleute („Schwarz-weiß-Trennung“) geben würde.

„Die Kostenersparnis steht nach Ansicht der Verwaltung in keinem Verhältnis zu den oben aufgeführten Nachteilen“, schreibt die Verwaltung. Außerdem sei es „nicht erstrebenswert“, die alte Bausubstanz zu erhalten. Ein kompletter Abbruch und ein Neubau würden dagegen „in den wichtigsten Punkten“ die DIN-Vorgaben erfüllen. Die zunächst geschätzten Kosten von 700.000 Euro haben sich jedoch auf 730.000 Euro erhöht, weil die Baunebenkosten auch auf Empfehlung des Architekten steigen. Die Baumaßnahme, die 2019 startet, soll aus Restmitteln der Investitionspauschale des Landes finanziert werden.

Rohe Entwürfe für Thum und Drove

Die Feuerwehrgerätehäuser in Thum und Drove müssen nach dem Brandschutzbedarfsplan ebenfalls auf den neuesten Stand gebracht werden. Thum soll 2020 an der Reihe sein, Drove 2022. Erste rohe Entwürfe sind online im Ratsinformationssystem einsehbar, sie müssen jedoch zu gegebener Zeit gesondert besprochen werden.