Jülich/Düren: Kreisliga A: Grün-Weiß startet mit schmalem Kader

Jülich/Düren: Kreisliga A: Grün-Weiß startet mit schmalem Kader

In der A-Liga rollt wieder der Ball. Jedenfalls in der Vorbereitung, die bei allen Vereinen in diesen Tagen begonnen hat.

So auch bei Grün-Weiß Welldorf/Güsten. „Es wurde Zeit, schließlich hatten wir fast genau acht Wochen Spielpause“, sagt Trainer Winni Ronig, der am 15. November mit dem 4:1-Sieg gegen den Türkischen SV Düren sein letztes Meisterschaftsspiel bestritt. Nun geht er hoffnungsvoll in die Vorbereitung, die allerdings direkt einen Wehmutstropfen enthält. „Ein Spieler hat sich beim Schlittenfahren die Schulter ausgerenkt, steht jetzt einige Zeit nicht zur Verfügung.“

Fehlen, und zwar dauerhaft, wird Eiman Chehadeh. Der Spieler wurde nach seinem Foul gegen einen Barmener Akteur beim Turnier in Stetternich (wie berichtet) aus disziplinarischen Gründen aus dem Verein ausgeschlossen. „So stehen mir nur 15 Spieler plus ein Torhüter für den Rest der Saison zur Verfügung“, berichtet Ronig, betont zudem, dass es keine Neuverpflichtungen geben werde. Dennoch möchte man als aktueller Tabellenvierter weiterhin die Spitze im Auge behalten. „Dafür müssen wir uns aber fußballerisch weiterentwickeln, konzentriert daran arbeiten, künftig mehr herausgespielte Torchancen zu verwerten“, sieht der Coach hier ein Manko der Hinrunde.

Im Rahmen der Vorbereitung wurde am vergangenen Wochenende gegen A-Ligist Berrendorf gespielt. Es folgen Paarungen gegen Kaster-Königshoven, Glesch Paffendorf und Westwacht Aachen sowie ein ganztägiges Training, sozusagen als Schlussübung für den Auftakt bei Jugendsport Wenau II am 28. Februar um 15 Uhr.

Salingia Barmen

Dass man frei von Verletzungssorgen sowie von Sperren bleiben möge, wünscht sich Marcel Kaiser als Trainer von Salingia Barmen. Auch er muss mit einem sehr kleinen Kader auskommen. „Im Kern stehen mir nur 16 Spieler zur Verfügung. Wenn dann der eine oder andere noch berufsbedingt ausfällt, wird es ganz schön eng“, möchte und kann man laut Kaiser aber keine Neuverpflichtungen tätigen.

Getrennt hat sich die Salingia von Ersatzkeeper Salmassi, der sich dem Vernehmen nach dem B-Ligisten Schwarz-Weiß Titz angeschlossen hat. Vorbereitungsspiel werden gegen Schwarz-Weiß Düren, Viktoria Koslar und dem BC Oberzier gemacht. „Auch deshalb, weil wir dort auf Kunstrasen spielen können“, meint der Barmener Trainer, der vor allen Dingen die Akteure im Auge hat, die nicht regelmäßig trainieren können. „Die müssen durch individuelles Training dran bleiben“, sagt er, ist aber überzeugt, dass dies passieren wird. „Denn bei uns herrscht wirklich ein guter Teamgeist sowie eine vorzügliche Moral.“

Abgerundet wird die Barmener Vorbereitung durch ein verlängertes Trainingswochenende in Süchtelen. Kaisers Wunsch: „Da wir in den letzten fünf Spielen einfach zu viele Tormöglichkeiten nicht genutzt haben, was auch den einen oder anderen Punkt gekostet hat, müssen wir hier die Hebel ansetzen und uns verbessern.“ Nicht unerwähnt bleibt in diesem Zusammenhang aber die Tatsache, dass in diesen angesprochenen Spielen so wichtige Spieler wie Sven Weber oder aber Dominik Bacciocco fehlten. Die werden allerdings zum Rückrundenauftakt am Samstag, 27. Februar, ab 15 Uhr zu Hause gegen den FC Düren 77 dabei sein.

Türkischer SV Düren

„Wir haben einen Kader von 22 Spielern, jetzt gilt es zuerst einmal, eine gewisse Homogenität zu erreichen. Denn gute Spieler haben wir auf jeden Fall in den Reihen“, bekräftigt Armin Matla, der kurz vor Ende der Rückrunde als Trainer beim Türkischen SV Düren verpflichtet wurde, nachdem man sich vom damaligen Übungsleiter Atila Ermayasi bereits getrennt hatte. Das 1:4 im letzten Spiel in Welldorf-Güsten erlebte Matla allerdings schon mit — als aufmerksamer Zuschauer. Den Eindruck, den er damals von der SG bekam, den sieht er nun nach den ersten Hallenspielen bestätigt. „Fußballerisch sind wir gut bestellt, wir müssen als Mannschaft auftreten, vor allen Dingen diszipliniert“, war nach seiner Aussage der Kernsatz in seiner Vorstellungsrede, die von den Vereinsverantwortlichen sehr positiv gesehen wurde.

Vier Abgänge mussten bislang hingenommen werden. Co-Trainer Sahmed Akzoy verließ die SG in Richtung Düren 77, die beiden Brüder Soner und Ilker Ermayasi zog es nach Schwarz-Weiß Düren, ebenso Halil Maras. Als Zugänge konnten gleich drei Akteure von den Sportfreunden Düren begrüßt werden. Das Training hat Matla Anfang dieser Woche gestartet.

„Dreimal in der Woche plus sonntags ein Spiel, so sieht unsere Vorbereitung aus“, sagt er. Gespielt wird gegen den SV Kelz (30. Januar), am Karnevalsfreitag gegen Zülpich, dann folgen Spiele gegen Aldenhoven/Pattern sowie Fortuna Weisweiler. Matlas Prognose: „Wenn wir schnell genug Stabilität in die Mannschaft bekommen, kann ein einstelliger Tabellenplatz möglich sein.“ Zurzeit rangierte die SG an Position 11. Rückrundenauftakt ist beim SC Merzenich (28. Februar, 15 Uhr).

(hfs.)
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