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Kreis Düren: Für mehr Sicherheit im Straßenverkehr

Abstandskampagne : Für mehr Sicherheit im Straßenverkehr

Das Tiefbauamt, die Kreispolizeibehörde und die Verkehrswacht weisen mit Bannern auf eine neue Regel hin. Es ist eine gemeinsame Aktion zum Sicherheitsabstand im Straßenverkehr.

Mit einer breiten Informationskampagne wird das Mobilitätsteam des städtischen Amtes für Tiefbau und Grünflächen mit der Kreispolizeibehörde Düren und der Verkehrswacht Düren in den nächsten Monaten auf die geltende Abstandsregel im Straßenverkehr hinweisen.

Hintergrund ist eine entsprechende Änderung der Straßenverkehrsordnung (StVO) aus dem Jahr 2020, die – nach Erfahrung aller Beteiligten – immer noch zu wenig Beachtung bei vielen Verkehrsteilnehmern findet. Mit dem Aufhängen von Informationsbannern an elf Standorten in Düren wird an die neue Regelung im Straßenverkehr erinnert und um Rücksichtnahme gebeten.

Mit der StVO-Novelle im vergangenen Jahr wurde ein Mindestabstand beim Überholen von Fußgängern, Radfahrern und E-Scootern durch Kraftfahrzeuge festgeschrieben. Dieser Abstand beträgt innerorts anderthalb Meter und außerorts zwei Meter. Zuvor hatte die Straßenverkehrsordnung lediglich einen „ausreichenden Seitenabstand“ vorgeschrieben. Die nun gesetzlich festgeschriebene Regelung gilt für alle Überholvorgänge auf der Fahrbahn, also auch bei den für den Radverkehr markierten Schutzstreifen, was oft nicht beachtet wird.

„Die gemeinsame Nutzung des Verkehrsraums erfordert eine gegenseitige Akzeptanz und Rücksichtnahme aller Verkehrsteilnehmenden. Dazu gehört auch, dass Auto- und LKW-Fahrer beim Überholen von Radfahrern einen ausreichenden Seitenabstand halten. Aufgrund der beengten Platzverhältnisse in der Stadt erfordert dies für Kraftfahrzeugfahrer teilweise auch mehr Geduld beim Überholen, denn bei Gegenverkehr ist ein Überholen des Radfahrers mit ausreichendem Sicherheitsabstand nicht überall möglich“, erläuterte der Leiter des Tiefbauamtes, Benjamin Savelsberg, bei der Vorstellung der Informationsbanner.

Die Unfallzahlen zwischen Kraft- und Radverkehr sind an Knotenpunkten zwar deutlich auffälliger, aber dennoch: Radfahrer erschrecken, empfinden Angst oder fühlen sich bei zu engen Überholabständen bedroht. In der Folge weichen sie auf Gehwege aus oder lassen das Fahrrad lieber in der Garage stehen“, ergänzte Mobilitätsmanager Benjamin Raßmanns.

Alle Beteiligten erhoffen sich daher mit ihrer Aufklärungskampagne mehr Verständnis und Rücksichtnahme im Straßenverkehr. Die Banner-Aktion ist dabei nur ein erster Schritt. Folgen wird unter anderem eine weitere Aktion mit dem Aufhängen der gezeigten Plakate an Laternenmasten.