Düren/Xanten: Krankenhaus Düren unterstützt Großübung

Düren/Xanten: Krankenhaus Düren unterstützt Großübung

Den Einsatzkräften bietet sich ein schlimmes Bild: Was ein fröhlicher Schiffsausflug auf der „Xantener Nordsee“ werden sollte, hat sich nach einem Motorbrand zu einer großen Herausforderung für Notärzte und Rettungsdienstmitarbeiter entwickelt.

Viele Fahrgäste — die meisten alkoholisiert — haben bei Stürzen teils schwere Verletzungen erlitten. Zum Glück war das nur eine Übung.

Dass die „Verletzten“ aufwändig geschminkte und durchaus überzeugend spielende Laiendarsteller sind, hat in den Köpfen der Rettungskräfte in diesem Augenblick keinen Platz. Die rund 120 Teilnehmer der größten Wasserrettungsübung Nordrhein-Westfalens wollen sich für den Ernstfall wappnen und gehen das Übungsszenario folglich an, als gelte es wirklich Leben zu retten.

„Für Notärzte und Rettungsdienstmitarbeiter ist ein Notfall auf dem Wasser alles andere als alltäglich“, weiß Professor Stefan Schröder, Chefarzt der Klinik für Anästhesiologie, operative Intensivmedizin, Notfallmedizin und Schmerztherapie im Krankenhaus Düren. Eine derart realistische Übung sei deshalb eine sehr willkommene Gelegenheit, wertvolle praktische Erfahrungen zu sammeln, sagt der Dürener Chefarzt, dessen Klinik zum wiederholten Mal Mitveranstalter der Xantener Übung war.

„Resonanz sehr positiv“

Mit der Landesschule Nordrhein des Deutschen Roten Kreuzes, dessen Wasserwacht und dessen Kreisverband Niederrhein haben Professor Schröder und sein Team nicht nur die groß angelegte Übung organisiert, sondern die Praxis auch mit Vorträgen und Workshops flankiert. „Die Resonanz der Teilnehmer, die aus ganz Deutschland kamen, war sehr positiv“, freut sich der Chefarzt, dessen Kooperation mit dem DRK in Sachen Fortbildung schon Tradition hat.

Die Gründung eines neuen Standorts der DRK-Landesschule am Krankenhaus Düren hat die Verbindung noch weiter gestärkt. „Notärzte und Rettungskräfte gemeinsam trainieren zu lassen, ist für die Praxis von großem Wert“, betont Professor Schröder. „Nur wenn sie strukturiert arbeiten und als Team funktionieren, sind sie im Ernstfall erfolgreich.“ Dazu leisten der Dürener Chefarzt und sein Team mit rund 20 Fortbildungsveranstaltungen im Jahr ihren Beitrag.

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