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Krankenhaus Düren investiert 1,2 Millionen Euro

Einwandfreie Medikamente : Die neue Reinraum-Apotheke für schwer kranke Patienten

Sie tragen weiße Schutzanzüge. Zwischen der Kapuze, die tief in die Stirn gezogen ist, und dem eng anliegenden Mundschutz bleibt nur ein schmaler Streifen für die Augen frei. Der Blick ist auf Substanzen gerichtet, die in der richtigen Dosierung Leben retten.

Unter strengsten hygienischen Bedingungen bereiten sie im neuen Reinraum der Klinik-Apotheke im Krankenhaus Düren Zytostatika zu. Sie sollen im Rahmen der Chemotherapie Tumorzellen zerstören oder am Wachstum hindern. Für jede Patientin und jeden Patienten werden sie ganz individuell zusammengestellt.

1,2 Millionen Euro hat die kommunale Klinik für die neue Reinraum-Apotheke bezahlt.

„Wir sind froh und dankbar für den Höchststandard an Hygiene, den der neue Reinraum garantiert“, sagte Aufsichtsratsvorsitzende Liesel Koschorreck. „Vor allem unsere schwer erkrankten Patienten profitieren davon.“ Die Aufsichtsratschefin dankte dem Kreis Düren, der 400.000 Euro aus dem Kommunalinvestitionsförderungsfonds zu der Baumaßnahme beisteuerte.

„Hier kann jeder sehen, dass es wirklich sinnvoll investierte Fördergelder sind“, betonte Landrat Wolfgang Spelthahn (CDU). „Bestmögliche Therapie kann nur unter bestmöglichen Bedingungen funktionieren. Die sind hier geschaffen worden“, stellte Spelthahn fest, um sich gleich zu korrigieren: „Unter bestmöglichen Bedingungen und natürlich mit dem bestmöglichen Mitarbeiterteam.“

Für das Apothekenteam des Krankenhauses erläuterte Apotheker Heinrich Perniok den Gästen die Abläufe in der neuen Reinraum-Apotheke. Er sprach über Schutzkleidung, Schleusen, lückenlose Produktionsüberwachung und Dokumentation.