Düren: Kostenloses Surfen: Erste Knoten im WLAN-Netz geknüpft

Düren: Kostenloses Surfen: Erste Knoten im WLAN-Netz geknüpft

Keine Registrierung, kein Benutzername, keine allgemeinen Geschäftsbedingungen: Ein Klick auf „freifunk“ in der Auswahlliste — und es kann losgehen. Im Bürgerbüro und auf dem Marktplatz ist das kostenlose WLAN ans Netz gegangen.

Nutzer können sich ohne Voranmeldung einwählen und surfen. Bis zur Ecke Kölnstraße/Wirtelstraße, denn bis dorthin reicht das Netz bislang. Der Grundstein für den Ausbau ist gelegt. „Wir können schlecht von anderen etwas verlangen, das man selbst nicht macht“, sagte Organisationsdezernent Harald Sievers am Montag. Bürgermeister Paul Larue ist überzeugt, dass das kostenlose Angebot die Aufenthaltsqualität in der Stadt steigert und sich auch der Handel am Ausbau beteiligen wird. Betrieben wird das Netz von der Dürener Gruppe des Vereins Freifunk Rheinland. Gunther Neubert und Matthias Schmitz vom Verein stellten das System vor:

Wer sich beteiligen möchte, stellt wie die Stadt Düren entweder einen gesonderten Anschluss oder Teile der eigenen Internet-Kapazitäten zur Verfügung. Der Verein organisiert die Einrichtung der etwa 15 bis 60 Euro teuren Router, die beispielsweise von Händlern bezahlt und betrieben werden können, und sorgt für die Verschlüsselung der Daten, die vom privat oder geschäftlich genutzten Datenstrom getrennt werden. Die rechtliche Verantwortung tragen die Freifunker. Eine Mitgliedschaft im Verein ist freiwillig.

Je mehr Menschen mitmachen und je mehr Geräte ans Netz gehen, desto enger wird das Netz geknüpft und desto schneller kann gesurft werden. Derzeit prüft die Stadt, ob auch der Kaiserplatz nach Abschluss der Rathaussanierung versorgt werden kann.

(sj)
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