Kosten für Feuerwehrgerätehaus in Bergstein bei rund einer Million Euro

Gerätehaus Bergstein : Feilschen um Klokosten

Dass in Bergstein ein neues Feuerwehrgerätehaus gebaut werden soll, steht schon lange fest. Nach vielen Diskussionen einigte sich der Gemeinderat auf eine eingeschossige Variante. Kostenpunkt: etwa eine Million Euro.

Diskussionsstoff besteht dennoch weiterhin, denn die Ausstattung der Toilettenanlage wird teurer, weil sie auch zu Festen genutzt werden soll. Dies betrachten zumindest die Sozialdemokraten im Gemeinderat mit Unbehagen. Deswegen will man nun mit den Ortsvereinen sprechen, ob eine Beteiligung möglich wäre.

Die Rede ist von etwa 25.000 Euro, die man dem Steuerzahler nicht zusätzlich auflasten wolle, hieß es von der SPD. Dieses zusätzliche Summe entsteht, weil die Anlage größer werden muss. Anwesende Vereinsvertreter waren wenig begeistert, zumal mehrfach drauf hingewiesen wurde, dass die Vereine schon einen großen ehrenamtlichen Beitrag geleistet haben.

Bürgermeister Axel Buch (CDU) regte deswegen an, vor Baubeginn mit der „Dorfgemeinschaft eine Lösung zu suchen, wie die Mehrkosten der erweiterten Toilettenanlage gedeckt werden können“, und zumindest den Planungsauftrag zu erteilen. Dieser Beschluss erfolgte schließlich einstimmig.

Im Vorfeld hat es zahlreiche Gesprächsrunden gegeben, zuletzt auch mit dem Bergsteiner Löschgruppenführer Manuel Pickart. In diesem Gespräch einigte man sich auf eine fast quadratische Bauweise. Der Bolzplatz bleibt bestehen, auch für ein Festzelt ist ausreichend Platz.

Das Gebäude selbst bietet nicht nur Raum für eine Fahrzeughalle mit drei Rolltoren, sondern auch für die erforderlichen Sozialzimmer sowie einen teilbaren Schulungsraum und ein Lager. Letztere waren ein besonderer Wunsch der Feuerwehr, da die Zahl der Schulungen wächst. „Wir sind mit den Plänen jetzt zufrieden“, sagte der Hürtgenwalder Feuerwehrleiter Reinhold Pickart. Ihm sei auch wichtig, dass alle drei betroffenen Bergsteiner Vereine mit dem Plan leben können.

Geschätzt 995.000 Euro teuer

Die geschätzten Baukosten liegen laut Planungsbüro bei 995.000 Euro. 465.000 Euro davon werden für das Bauwerk und die Baukonstruktion veranschlagt, wobei noch nicht klar ist, ob man auf eine Stahlbaukonstruktion zurückgreift. Die technischen Anlagen schlagen mit etwa 149.000 Euro zu Buche. Die Restsumme muss für Außenanlagen, Parkplätze, die Verlegung der Trafostation und die Baunebenkosten erbracht werden.

(pan)
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