Heimbach: Konzertreihe „Spannungen“: Extratickets für Heimbacher

Heimbach : Konzertreihe „Spannungen“: Extratickets für Heimbacher

Im vergangenen Jahr hatte es in Heimbach Irritationen um die Ticketvergabe für die Konzertreihe „Spannungen“ im Jugendstilkraftwerk gegeben: Bislang hatte die Stadt immer ein Extrakontingent Karten separat — also außerhalb des üblichen Vorverkaufs — verkaufen können.

Dieses Sonderkontingent für Heimbacher gibt es schon seit Beginn des Kammermusikfestes, wohl als Zeichen der Verbunden- und Dankbarkeit. 2017 hat der veranstaltende Kunstförderverein Kreis Düren das System aber umgestellt und vorher die bekannten Besteller schriftlich informiert: Das Heimbacher Kontingent bleibt bestehen, die Heimbacher müssen sich aber bei der normalen Vorverkaufsstelle melden. So sollen die Bearbeitungsabläufe optimiert werden. „Zuvor wurden unter anderem Karten über beide Vorverkaufsstellen bestellt oder bestellte Karten nicht abgeholt. Dies führte zu Rückläufen, die einen erhöhten Arbeitsaufwand verursachten und dazu, dass letztlich Karten übrigblieben, die wir zu Beginn des Vorverkaufs dringend benötigt hätten“, erklärt Dr. Hans-Joachim Güttler, Vorsitzender des Arbeitskreises Spannungen des Kunstfördervereins.

Das Sonderkontingent für Heimbacher soll es auch in 2018 geben, die Anlaufstelle ist aber der Kunstförderverein, Bestellungen werden wieder per Post, Fax und Internet möglich sein. Doppelbestellungen würden so vermieden, zumal unter den „Heimbach-Bestellern“ immer wieder auch eine beträchtliche Anzahl von Nicht-Heimbachern gewesen sei. In Heimbach war es wegen der Änderung zu Verstimmungen gekommen, Bürgermeister Peter Cremer (parteilos) führt das jedoch auf ein Missverständnis zurück. Bürger hätten gedacht, dass es kein Heimbacher Kontingent gibt. Sie sahen die örtliche Identifikation mit dem Kammermusikfest gefährdet und fürchteten, dass Tickets nur noch im Internet bestellt werden könnten und ältere Menschen so ausgeschlossen würden.

Um die Sache endgültig zu klären, wird Heinz Hassels vom Spannungen-Team heute im Kulturausschuss noch mal Fragen beantworten. Der Kunstförderverein wolle weiterhin im besten Einvernehmen mit der Verwaltung und den Bürgern leben. „Für die Heimbach-Besteller schaffen wir Konditionen, wie wir sie keiner einzigen anderen Gruppe, nicht einmal unseren größten Sponsoren gewähren: Wir reservieren im Vorhinein Plätze, damit sich die Heimbacher nicht an dem sonstigen ‚Wettrennen‘ bemühen müssen“, schrieb Güttler bereits in einem Brief an den Bürgermeister.

(smb)
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