Konzertforum Cappella Villa Duria wird 25 Jahre alt

Konzert : Eine klare Geburtstags-Botschaft

25 Jahre Konzertforum Cappella Villa Duria. Zwei Werke, die eine deutliche Mahnung für den Frieden sind, beim Jubiläumskonzert in der Marienkirche. Mit der Big Band der Musikschule.

Rund 25 Konzerte jedes Jahr, die für (fast) jeden Musikgeschmack ein Angebot machen – das Konzertforum Cappella Villa Duria ist aus dem Kulturleben im Kreis Düren längst nicht mehr wegzudenken. Vor 25 Jahren haben Johannes Esser, damals noch Leiter der Dürener Musikschule, und Dr. Gisela Hagenau die Cappella Villa Duria ins Leben gerufen. Dieses besondere Jubiläum wird am Donnerstag, 3. Oktober, 18 Uhr, mit dem „Sacred Concert“ in der Dürener Marienkirche gefeiert.

Auf dem Programm stehen „The Peacemakers Teil II“ von Jark Jenkins und eben „Sacred Concert“ von Duke Ellington. Mitwirkende sind Sinfonieorchester, Oratorienchor und Jazzprojektchor der Cappella Villa Duria. Als Solisten wurde die Jazzsopranistin Maike Lindemann gewonnen. „Mit diesem Konzert“, sagt Gisela Hagenau, „schließt sich ein wenig der Kreis.“ Das erste Konzert der Cappella Villa Duria hat am 16. November 1994, also 50 Jahre nach der Zerstörung Dürens im Zweiten Weltkrieg stattgefunden.

Damals wurde Wolfgang Amadeus Mozarts „Requiem d-moll“ zugunsten der Opfer des Bosnienkrieges in der Marienkirche aufgeführt. Hagenau: „Auch die beiden Werke unseres Jubiläumskonzertes sind ein Mahnmal für die Menschlichkeit, ein Aufruf zum Frieden und eine Hommage an die Menschen, die sich für Frieden und Völkerverständigung eingesetzt haben.“

Karl Jenkins wurde 1944 in Wales geboren und hat in seinem 2011 entstandenen Oratorium „The Peacemakers“ Texte vertont, die den Wunsch nach Frieden deutlich machen. Hagenau: „Das sind beispielsweise Texte von Nelson Mandela, Mutter Teresa und Albert Schweitzer, die wir auch in unserem Programmheft abdrucken werden.“

Friedenspolitische Bedeutung

Duke Ellington komponierte drei „Sacred Concerts“, die zwischen 1966 und 1974 aufgeführt wurden. 1993 arrangierten die dänischen Musiker John Hoybe und Peder Pedersen die drei Stücke zu einem Werk mit friedenspolitischer Bedeutung. „Für uns ist das Konzert eine große Herausforderung“, sagt Johannes Esser. „Zum einen, weil die Werke sehr anspruchsvoll sind, und zum anderen, weil viele unserer Sänger nur selten Jazz singen.“ Besonders froh ist Esser, dass beim „Sacred Concert“ die Big Band der Musikschule unter der Leitung von Rolf Kratzborn mit von der Partie ist. „Es war immer ein Anliegen der Cappella Villa Duria“, sagt Esser, „talentierten Musikschülern die Möglichkeit zu geben, auf hohem Niveau zu musizieren. Und das tun wir bei unserem Jubiläumskonzert auch wieder.“