Düren: Konjunkturpaket hilft, den Sanierungsstau abzubauen

Düren: Konjunkturpaket hilft, den Sanierungsstau abzubauen

6,4 Millionen Euro hat die Stadt Düren in den vergangenen beiden Jahren aus dem Konjunkturpaket II der Bundesregierung allein in die Bildungsinfrastruktur investieren können.

Pünktlich zum Jahresende werden die letzten der rund 500, größtenteils an Firmen aus Stadt und Kreis vergebenen Einzelaufträge fertig und können fristgerecht mit dem Bund abgerechnet werden. Größter Nutznießer im Bereich Bildung ist das Gymnasium am Wirteltor (GaW), an dem der aufgelaufene Sanierungsstau besonders groß war.

Ein Schwerpunkt am GaW war wie auch an vielen Grundschulen die energetische Gebäudesanierung. Die Gebäudehülle der alten Turnhalle wurde dabei ebenso saniert wie der frühere „Stelzenbau”, in dessen Erdgeschoss die Mensa des größten Dürener Gymnasiums untergebracht ist. Dachsanierung, Fenstererneuerung und Wärmedämmung standen im Vordergrund, erklärt Helmut Harperscheidt, Leiter des städtischen Gebäudemanagements.

Neben der Überarbeitung der Heizungsanlage war die Sanierung des Anfang der 70er Jahre erbauten und in den Theodor-Heuss-Park ragenden Lehrerpavillons, der längst nicht mehr zeitgemäß war, weiterer Schwerpunkt. Der Anbau musste entkernt und neu aufgebaut werden. Darüber hinaus wurde die technische Ausstattung erneuert, so dass Konferenzen der über 100 Lehrer nun auch multimedial begleitet werden können.

Angesichts der „ästhetischen Qualität” des neuen Gebäudes und der deutlichen Verbesserungen habe das Kollegium die Beeinträchtigungen während der Umbauphase gerne in Kauf genommen, versicherte Schulleiter Wilhelm Gödde. Er betonte mit Blick auf die dringend noch sanierungsbedürftigen Toiletten, dass man gerne auch weiterhin mit Bauarbeiten leben würde.

Allerdings ist Gödde mit diesem Wunsch nicht alleine. Auf 5,5 Millionen Euro hat Helmut Harperscheidt den Sanierungsbedarf an den Toiletten städtischer Schulen taxiert. Sanierungen, die nur in einem Stufenplan über mehrere Jahre gestreckt abgearbeitet werden können, wie Bürgermeister Paul Larue erklärte. Wie viel Geld im Doppelhaushalt 2012/2013 zur Verfügung stehen wird, müssten die Etatberatungen im März zeigen.

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