Kommentiert: Eine „GroKo“ bleibt wenig realistisch

Kommentiert: Eine „GroKo“ bleibt wenig realistisch

Das Angebot des CDU-Vorsitzenden Thomas Floßdorf kommt nicht überraschend: Nach dem wiederholten Nein der Grünen hätte die CDU in der Stadt nach zwei Jahren auf der harten Oppositionsbank nur mit einer Großen Koalition die Chance, zurück in die Verantwortung zu kommen.

Es ist zwar nicht zu übersehen, dass die SPD als mit Abstand größter Koalitionär der „Ampel“ immer wieder Zugeständnisse machen muss, um ihre kleinen Partner bei Laune zu halten, während sie selbst große Probleme hat, ein eigenes Profil zu entwickeln. Ob das aber ausreicht, das 2014 geknüpfte Anti-CDU-Bündnis zu sprengen, ist mehr als fraglich.

Selbst das jüngste Störfeuer der Grünen beim interkommunalen Gewerbegebiet, einem der wichtigsten Projekte der SPD mit Blick auf den Wirtschaftsstandort Düren, hat den Leidensdruck der Genossen noch nicht so erhöht, dass der Topf überkochen würde. Und bei anderen Themen wie dem sozialen Wohnungsbau gehen die Ansichten von SPD und CDU so weit auseinander, dass eine „GroKo“ — so wünschenswert sie mit Blick auf die wichtigen Zukunftsthemen wie der Masterplan-Umsetzung auch wäre — zum jetzigen Zeitpunkt wenig realistisch bleibt.