Kommentiert: Digitale Einkaufsstadt

Kommentiert: Digitale Einkaufsstadt

Online einkaufen und somit den stationären Handel stärken: Das ist möglich, glauben Arnsberger Einzelhändler. Im Januar geht in der 74000-Einwohner-Stadt im Sauerland ein Portal an den Start, auf dem lokale Geschäftsleute ihre Produkte anbieten können.

Nach der Bestellung kümmert sich der Betreiber der Seite um die Auslieferung — am selben Tag. Gerade an Weihnachten wäre das ein großer Vorteil, man umgeht jede Kundenschlange. Dieses Versprechen kann wohl kaum eines der großen Online-Portale einlösen, zumindest nicht ohne Super-Express-Premium-Aufpreis zu verlangen. „Digitale Einkaufsstadt“ nennt sich das Arnsberger Projekt, und es scheint eine Lösung zu sein, die Konkurrenz aus dem Netz mit Sitz in anderen Bundesländern und Kontinenten mit der eigenen Waffe zu schlagen: dem Internet.

Nur die Kaufkraft bliebe im Ort. Für Düren, das gut 15.000 Einwohner mehr hat, kann es sich lohnen, im kommenden Jahr die Entwicklung des Arnsberger Modells zu verfolgen. Einen eigenen Online-Shop kann sich kaum ein stationärer Händler alleine leisten.

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