Düren: Kommentiert: „Anti-CDU-Allianz“ erlebt Desaster

Düren: Kommentiert: „Anti-CDU-Allianz“ erlebt Desaster

Die Dürener haben sich mit überwältigender Mehrheit für Paul Larue und gegen einen Wachwechsel im Rathaus entschieden. Der Amtsinhaber geht gestärkt aus der Bürgermeisterwahl hervor, und mit ihm die CDU, die anderthalb Jahre nach dem Verlust der Stadtratsmehrheit Morgenluft wittern darf.

Die bundesweit einzigartige „Ampel“-Koalition hat eine empfindliche Niederlage erlitten, man kann sogar von einer schallenden Ohrfeige sprechen. Die „Anti-CDU-Allianz“ hat ihre Kraft aus dem gemeinsamen Ziel, der Wachablösung auf dem Chefsessel, gesogen. Ob das von der FDP unterstützte Linksbündnis nach dem Desaster wirklich so stabil ist, wie uns die führenden „Ampel“-Köpfe auch am Wahlabend noch versichert haben, wird sich zeigen.

Ich bleibe skeptisch. Viel wichtiger aber ist, dass Stadtratsmehrheit und Bürgermeister nun ihre Antipathien ausblenden und gemeinsam Verantwortung übernehmen. Bis zur Kommunalwahl 2020 müssen wichtige Weichen für die Zukunft der Stadt gestellt werden. Da gilt es, kraftvolle Signale zu setzen und mit einer Stimme zu sprechen.

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