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Kölner Landstraße: Autofahrer müssen Umwege fahren

Neue Verkehrsführung : Stadtauswärts ist kein direktes Einparken mehr möglich

Wer als Autofahrer in diesen Tagen auf der Kölner Landstraße stadtauswärts unterwegs ist und einen Parkplatz sucht, steht vor einem Problem. Seit das städtische Tiefbauamt vor wenigen Tagen die Verkehrsführung auf der B264 verändert hat, trennt eine durchgezogene Linie die beiden Fahrspuren.

Ein Abbiegen in die ohnehin schräg angeordneten und damit kaum mit einem Lenkmanöver zu erreichenden Parkplätze auf der Nordseite ist damit untersagt.

Die Autofahrer müssen entweder an der Kreuzung Yorckstraße abbiegen und wenden  oder aber sie fahren gleich parallel zur Kölner Landstraße über die Girbelsrather Straße, vorbei an der Gesamtschule, und biegen dann von der Yorckstraße links ab. Und diesen Umweg nutzen offenbar nicht gerade wenige Autofahrer.Tiefbauamtsleiter Heiner Wingelskann die Kritik verstehen: „Es geht aber nicht anders“, betont er. Um zu verhindern, dass mit der anstehenden Lkw-Sperrung der Euskirchener Straße im Zuge des Luftreinhalteplans vermehrt schwere Lkw über den sanierungsbedürftigen Abwasserkanal in der Kölner Landstraße fahren, „mussten wir handeln“, erklärt Wingels. „Dabei war es uns mit Blick auf die Anwohner wichtig, dass trotz des Wegfalls der Stellplätze auf der Südseite die Gesamtzahl der Parkplätze unverändert bleibt.“

Dies sei nur mit schräg angeordneten Parktaschen möglich gewesen, betont der Amtsleiter. Im Übrigen sei es wichtig, den Verkehrsfluss auf der viel befahrenen Kölner Landstraße nicht mit Parkmanövern zu behindern. „Daher wollten wir uns hier nicht auf Experimente einlassen“, verdeutlicht Wingels. Das habe die Stadt den Anwohner aber auch rechtzeitig vor Beginn der Maßnahme schriftlich mitgeteilt und erklärt. Zur Sicherheit der Fußgänger wird zudem noch ein Überweg mit Ampel eingerichtet.

Wie lange die Verkehrsführung auf der Kölner Landstraße zwischen Robert-Koch- und Yorckstraße so bleiben wird, kann Wingels noch nicht genau absehen. Spätestens aber, wenn die Ostumgehung komplett fertiggestellt ist und der Lkw-Verkehr größtenteils um Düren herumgeführt werden kann, könnten die Kanäle in diesem Abschnitt saniert werden. Solange auf dem Kanalabschnitt nur geparkt werde, bestehe keine Einsturzgefahr, erklärt der städtische Baudirektor.