Düren/Birkesdorf: Klagen über zu wenig Kontrollen im Anwohnerparken

Düren/Birkesdorf: Klagen über zu wenig Kontrollen im Anwohnerparken

„In der Innenstadt wird der ruhende Verkehr aufmerksam kontrolliert, aber es interessiert niemanden, wenn die Leute hier ohne Bewohnerparkausweise stehen“, klagt ein Anwohner des Adenauerparks. Und er ist mit seinem Vorwurf an die Adresse des städtischen Ordnungsamtes nicht alleine.

Aus Birkesdorf kommt die gleiche Klage, genauer gesagt aus der Anwohnerparkzone L. Beide DZ-Leser wollen anonym bleiben, weil sie Ärger mit der Nachbarschaft vermeiden wollen. Denn Willi N. (Name von der Redaktion geändert) treiben nicht die Besucher oder Mitarbeiter des Birkesdorfer Marien-Hospitals auf die Palme, weil sie zu Unrecht auf den Anwohnerparkplätzen stehen, sondern einige seiner Nachbarn.

Während N. Jahr für Jahr eine Gebühr von 30,70 Euro für den Bewohnerparkausweis bezahlt, verzichten viele seiner Nachbarn auf die Ausstellung der Sondergenehmigung. „Sie sparen sich die 30,70 Euro und kommen damit auch noch durch, weil das Ordnungsamt bei uns so gut wie nie kontrolliert“, ärgert sich der DZ-Leser. Die Folge: „Immer wieder, vor allem am frühen Abend und an Wochenenden, sind alle Parkplätze belegt und ich, der ordnungsgemäß seinen Parkausweis bezahlt hat, muss meinen Wagen Hunderte Meter entfernt abstellen.“ Vom stellvertretenden Ordnungsamtsleiter bekam N. die Antwort, dass zweimal wöchentlich in Birkesdorf kontrolliert werde und dass widerrechtliches Parken auch mit noch intensiveren Kontrollen nicht ausgeschlossen werden könne. Weiter heißt es: „Sie haben auch die Möglichkeit, eine Anzeige zu erstatten. „ Doch genau das will N. nicht. Er räumt ein, dass die Zahl der Kontrollen seit seiner Intervention beim Ordnungsamt größer geworden sei, „nach 17 Uhr aber käme niemand mehr kontrollieren.“

Auf DZ-Anfrage erklärte Stadtsprecher Helmut Göddertz, dass sich die 13 Überwachungskräfte des Ordnungsamtes in der Tat auf die Innenstadt konzentrieren, immer wieder aber auch in den Außenbereichen unterwegs seien. „Immer wenn sich Anwohner melden, gehen unsere Kräfte raus, betonte Göddertz. Das gelte auch für die späten Nachmittagsstunden. Von anderer Stelle bekam N. die Auskunft: „Die Behörde ist nicht verpflichtet, Ihnen einen Stellplatz in dem bezeichneten Gebiet freizuhalten.“

(ja)