Kinkels Woche: Von Hirschen, Sportlern und einem neuen Nachnamen

Kinkels Woche : Von Hirschen, Sportlern und einer Hochzeit

Wissen Sie, warum Hirsche einen Monat lang weder fressen noch schlafen? Oder wie schwer eine Mäusebussard-Dame ist? Aber keine Angst, es ist in der Lokalredaktion in dieser Woche nicht nur tierisch zugegangen, aber eben auch.

Wenn Hirsche nicht fressen und schlafen, ist Brunftzeit und die beginnt wieder im September. Das haben die jungen Teilnehmer unserer Sommertour in den Wildpark nach Schmidt gelernt. Dort leben drei Hirsche mit zwölf Damen – und einer möchte sie alle erobern. Deswegen futtern sich die Hirsche in den vier Wochen vor der Brunft zehn bis 15 Kilogramm zusätzliches Gewicht an und ruhen sich aus. In der Brunft müssen sie schließlich fit und wach sein, um ihre Widersacher zu besiegen. Am Ende bekommt einer der drei Hirsche alle zwölf Damen, und das ist vermutlich auch ganz schön anstrengend. Aber er hat es ja so gewollt.

Eigentlicher Star der Tour durch den Wildpark war aber nicht das Rotwild, sondern Mäusebussard-Dame Maria. Die ist zwei Jahre alt und seit 18 Monaten im Besitz von Falkner Axel Scheidtweiler. Maria hat die Teilnehmer unserer Sommertour durch den Wildpark begleitet und ist den Kindern am Schluss sogar auf den Arm geflogen – klar, dass die Jungen und Mädchen vorher Axel Scheidtweilers Falkner-Handschuh angezogen haben. Sogar der vierjährige Jannis aus Nideggen hat sich getraut, Maria auf den Arm zu nehmen. Aber der Greifvogel wurde dem Kindergartenkind ziemlich schnell zu schwer. Kein Wunder eigentlich, schließlich wiegt Maria ja 1,2 Kilogramm.

Mäuseboussard-Dame Maria und Falkner Axel Scheidtweiler haben den Kindern viel Spaß gemacht. Foto: ZVA/Sandra Kinkel

Besonders erschreckend fand ich diese Woche, die Aussagen von Mechtild Bölting und den anderen Vorstandsfrauen des Vereins „basta! – gegen sexuellen Missbrauch von Jungen und Mädchen“. Im achten Schuljahr, das belegen Studien, haben bereits alle Jugendlichen schon einmal Erfahrungen mit sexueller Gewalt im Internet gemacht. Die Folgen sind fatal und treten häufig erst mit Verzögerung auf: Schlafstörungen, Alpträume und Angstzustände kommen beispielsweise häufig vor. Das ist fatal und genau deswegen haben Bölting und Mitstreiterinnen Recht, wenn sie sagen, dass sexuelle Gewalt im Netz rechtlich genauso zu bewerten ist wie sexuelle Gewalt im Allgemeinen.

Yannick Gerhardt, Fußball-Bundesligaspieler aus Kreuzau, freut sich, dass für ihn heute die neue Saison endlich wieder losgeht – und das ausgerechnet mit einem Spiel gegen seinen alten Club, den 1. FC Köln. Gerhardt (25) fühlt sich seinem alten Verein immer noch sehr verbunden – genau wie auch seiner alten Heimat Kreuzau, wo der gebürtige Dürener aufgewachsen ist. „Den Ort, in dem man aufgewachsen ist, vergisst man nie“, hat Gerhardt diese Woche im Interview gesagt. Und auch, dass er sich immer freut, dorthin zu seinen Eltern zu Besuch zu kommen. Eine sehr sympathische Haltung.

Der in Kreuzau aufgewachsene Bundesligaprofi Yannick Gerhardt startet heute mit dem VfL Wolfsburg in die neue Saison. Foto: dpa/Hendrik Schmidt

Sympathieträger sind die Dürener Bundesliga-Volleyballer ohne Zweifel auch. Die Powervolleys locken bei ihren Heimspielen regelmäßig weit mehr als 1000 Zuschauer in die Arena Kreis Düren. Und zwar völlig zu Recht. Die Spiele sind fast immer geprägt von viel Emotionalität, Kampfgeist und Spannung. Das wissen die Fans. Völlig überflüssig und unangebracht war deswegen der Hinweis beim offiziellen Trainingsauftakt von Spielern und Verantwortlichen des Vereins auf eine positive(re) Berichterstattung über die Volleyball-Bundesligaspiele – auch, wenn die Partien verloren wurden. Das, liebe Powervolleys, ist nicht unsere Aufgabe. Und das habt ihr doch auch gar nicht nötig. Ihr könnt ganz einfach selbst dafür sorgen, dass die Fans zu den Heimspielen kommen – zum Beispiel mit guten Leistungen.

Zum Schluss noch eine gute Nachricht aus dem „Rosa Salon“: Die Kollegin hat am Mittwoch standesamtlich geheiratet und hat jetzt einen neuen Nachnamen. Der hat im Kollegenkreis zwar schon für einige Verwirrung gesorgt, das aber nur nebenbei. Sie selbst hatte aber den neuen Namen sofort drauf. Ich bin jedenfalls nur einmal Zeuge geworden, wie sie am Telefon kurz überlegt hat, als sie sich melden wollte. So oder so: Ganz herzlichen Glückwunsch und alles Gute.

Ihnen, liebe Leserinnen und Leser wünsche ich wie immer an dieser Stelle ein schönes Wochenende! Bis nächsten Samstag.

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