Kinkels Woche: Von einem Sieg der Powervolleys und leckeren Teilchen

Kinkels Woche : Wie ein Volleyball-Sieg der Redaktion Kuchen beschert

Ein Urteil vom Oberverwaltungsgericht Köln und ein Außenangreifer, der plötzlich als Libero brilliert – die Woche in der Lokalredaktion war wieder mächtig spannend. Aber lesen Sie selbst!

Das Urteil des Oberverwaltungsgerichts Münster kann durchaus als ziemlich empfindliche Niederlage für die Stadt Düren und vor allem für den verantwortlichen Steuerausschuss bezeichnet werden. In zweiter Instanz hat das Gericht die Platzvergabe im Jahr 2017 in vier Fällen als rechtswidrig eingestuft. Anders gesagt: Die Schausteller, die geklagt haben, hätten eigentlich eine Zusage für den Dürener Rummel bekommen müssen. Was das in letzter Konsequenz bedeutet, also ob die Stadt Düren beispielsweise mit hohen Schadenersatzforderungen rechnen muss, bleibt abzuwarten, kann aber nicht völlig ausgeschlossen werden. Klar ist allerdings, dass das Urteil einmal mehr zu einem Imageverlust der Annakirmes beiträgt. In den vergangenen Jahren wird in Zusammenhang mit dem Rummel häufiger über Vergaberichtlinien und Gerichtsurteile diskutiert als über schöne Kirmes­erlebnisse. Das ist schade. Und sollte auch dem Vorsitzenden des Steuerausschusses zu denken geben. Der hat in dieser Woche einmal mehr alle Schuld von sich gewesen, und den „Schwarzen Peter“ erneut der städtischen Kirmesverwaltung zugeschustert. Wenn es dem FDP-Politiker wirklich darum geht – auch das betont er immer wieder – die bestmögliche Kirmes für seine Heimatstadt zusammenzustellen, müssen solche Schuldzuweisungen endlich aufhören. Und Steuerausschuss und Kirmesverwaltung müssen zusammenarbeiten, und zwar auf Augenhöhe. Viel Hoffnung, dass das wirklich passiert, habe ich ehrlich gesagt aber nicht.

Die SWD Powervolleys sind mit einem am Ende doch sehr deutlichen 3:1-Sieg gegen die Netzhoppers aus Königs Wusterhausen in die neue Saison gestartet, und es war mehr als deutlich, dass die Dürener den Start der Volleyball-Bundesliga sehnlichst erwartet haben. Schon mehr als eine halbe Stunde vor Spielbeginn gab es an der Arena keinen Parkplatz mehr. Am Ende feuerten rund 2000 Fans Trainer Stefan Falter und seine Mannschaft an. Einer, der die Atmosphäre besonders genossen hat, war Neuzugang Tobias Brand. Der 21-Jährige, der zuletzt noch in der zweiten Liga gespielt hat und eigentlich Außenangreifer ist, stand bei seinem ersten Erstliga-Spiel gleich von Anfang an auf dem Feld – und das als Libero. „Für mich war das eine riesige Ehre“, sagte der junge Mann. „Es war einfach toll.“ Brand hat seine ungewohnte Aufgabe mit Bravour gemeistert, Trainer Falter hat sogar von einer „Offenbarung als Libero“ gesprochen. So oder so: Das Spiel hat mächtig Spaß vor allem ganz viel Lust auf mehr gemacht. Zum Glück ist das nächste Heimspiel schon morgen in einer Woche!

A propos Powervolleys: Der 3:1-Sieg der Dürener Volleyballer hat uns gestern leckere Teilchen beschert. Es gab tatsächlich einen Kollegen in der Redaktion, der auf eine 1:3-Niederlage der Dürener getippt hat. Vielleicht liegt das daran, dass der Kollege großer Fan des 1. FC Köln und deswegen Kummer gewöhnt ist, aber lassen wir das. Lange Rede, kurzer Sinn: Rollkuchen, Apfeltasche und Co. waren sehr lecker! Und wenn er falsche Tipp-Ergebnisse immer mit Kuchen wieder gut macht, kann das Kollege ruhig weiter für Dürens Gegner tippen. Mir soll das Recht sein :-)!