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Kinkels Woche: Online-Kolumne mit Rück- und Ausblicken

Kinkels Woche : Kurze und lange Männer, tanzende Volleyballer und noch mehr Testosteron

Mit welchem Mann hat Angela Merkel es bisher am längsten ausgehalten? Und wie groß ist der deutsche Durchschnittsmann? Antworten gibt es in unserer Online-Kolumne „Kinkels Woche“ – aber lesen Sie selbst!

Haben Sie schon einmal überlegt, mit welchem Mann es Bundeskanzlerin Angela Merkel am längsten ausgehalten hat? Bitte, nur damit kein falscher Eindruck entsteht: ausgehalten, was ihre Regierungsarbeit angeht. Und? Wissen Sie mit wem? Es ist der Dürener CDU-Bundestagsabgeordnete Thomas Rachel. Der ist seit 2005 Parlamentarischer Staatssekretär im Bildungs- und Forschungsministerium, also Regierungsmitglied, erlebt in dieser Position seine dritte Ministerin und ist also schlappe 14 Jahre an der Seite von Frau Merkel.

Rachel selbst hat am Mittwochabend beim „Dürener Köpfe“ des Lions-Clubs „Düren Marcodurum“ auf Schloss Burgau in dem Zusammenhang von einer „großen Ehre“ gesprochen und auch gleich betont, dass er überhaupt nicht Minister werden möchte. Ansgar Graw, Chefreporter von „Welt“ und „Welt am Sonntag“, in Gey aufgewachsen und genau wie Rachel und übrigens auch Teile dieser Redaktion (die Autorin dieser Kolumne ausgenommen) Schüler des Wirteltor-Gymnasiums, hat da eine völlig andere Meinung, die er auch lautstark kundgetan hat: „Ich glaube Thomas Rachel sehr viel“, hat Graw gesagt. „Aber nicht, dass er nicht gerne Minister wäre.“ Rachel hat sich und dem Publikum eine Erwiderung erspart, aber wir werden es irgendwann erfahren. Die nächste Legislaturperiode kommt bestimmt…

40,5 Zentimeter Unterschied – Professor Herbert Schmidt (links) und Michael Andrei. Foto: ZVA/Sandra Kinkel

Überhaupt war der Abend unterhaltsam – und er hat sehr lustig angefangen. Professor Herbert Schmidt, einer der beiden Moderatoren, ist nicht gerade der Längste. Er ist eher, um es an dieser Stelle einmal wirklich auf den Punkt zu bringen, sogar eigentlich ziemlich kurz. Herbert Schmidt ist eigenen Angaben zu Folge 167,5 Zentimeter lang. Und die fünf Millimeter hinter dem Komma sind dabei wirklich wichtig. Zum Vergleich: Der deutsche Mann ist durchschnittlich 180 Zentimeter groß. Der durchschnittliche Inder dagegen allerdings nur 1,65 Meter (toll, was man im Internet alles findet). So oder so: Als der 167,5 Zentimeter lange Herr Schmidt am Mittwoch neben dem 208 Zentimeter langen Michael Andrei von den Powervolleys (Differenz immerhin 40,5 Zentimeter) stand, sah das schon sehr ulkig aus. Und ein bisschen sieht Andreis Blick auf dem Foto doch so aus, als ob er sich ernsthaft die Frage stellt, wie man als so kleiner Mensch überhaupt existieren kann.

Übrigens ging es bei dem Abend des Lions-Clubs genau wie in meiner ersten Online-Kolumne vor einer Woche auch um Testosteron. Nein, die hatten da natürlich kein Testosteron-Zimmer, aber Michael Andrei hat an dem Abend auch über Körpersprache gesprochen. Und erklärt, dass der Körper viel mehr Testosteron produziert, wenn man sich groß macht und die Arme weit nach oben streckt. Natürlich ging es in dem Gespräch vorher über Volleyball, aber trotzdem habe ich mich ganz kurz gefragt, warum Andrei das ausgerechnet dem kleine Moderator erzählt – aber lassen wir das.

Beim vergangenen Heimspiel der Powervolleys wurden nach dem 3:0-Sieg der Dürener über Giesen Videoschnipsel für das neue Düren-Lied der „SvenSons“ aus Kreuzau gedreht. Die „SvenSons“, das sind Sven und Jutta Stoffels mit ihren Söhnen Tim und David. „Düren“ – eine Hymne auf die Heimat“ heißt das Lied der Familie, und natürlich müssen in dem dazu gehörenden Video auch die Powervolleys vorkommen. Das war auch alles okay, und manche Sportler – allen voran Libero Jordan Or und Außenangreifer Irvan Brar - haben wirklich tüchtig mitgetanzt. Brar hat zudem bewiesen, dass man auch mit den Beinen ganz wunderbar klatschen kann.

Ich habe nach meiner ersten Kolumne „Kinkels Woche“ viele Mails von Ihnen bekommen – und mich sehr darüber gefreut. Vielen Dank! Etliche wollten das Testosteron-Zimmer und den Rosa Salon sehen. Unser Grafiker hat aus den beiden Büro-Fotos ein kleines Bilderrätsel gemacht – ich bin gespannt, ob Sie erkennen, wo meine Kollegen und wo meine Kolleginnen und ich sitzen.

Testosteron-Zimmer oder Rosa Salon – was ist was? Foto: ZVA/Heinen, Thomas

Übrigens haben die Herren aus dem Testosteron-Zimmer abgestritten, jemals Begriffe wie „Rosa Salon“ in den Mund genommen zu haben. Seitdem habe ich mein Handy mit Diktierfunktion immer in der Tasche, man kann im Rahmen dieser Kolumne auch kleine O-Töne veröffentlichen. Ist aber in dem Fall gar nicht nötig, weil eine nahe Angehörige des Testosteron-Zimmers sofort wusste, von wem die Begriffe stammen müssen. Frauen halten eben zusammen.

In diesem Sinne Ihnen allen ein schönes Wochenende und eine gute Woche! Bis nächsten Samstag. Und denken Sie daran – ich freue mich über Anregungen und Kritik. Schicken Sie mir einfach eine Mail!