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Düren: Kindertrödel-Königinnen: Eröffnung der Freiluft-Marktsaison

Düren : Kindertrödel-Königinnen: Eröffnung der Freiluft-Marktsaison

Die drei Mädchen wissen, worauf es beim Trödeln ankommt: aufs gekonnte Feilschen. Mit einem guten Puffer in die Verhandlung einsteigen, nicht zu viel nachlassen — und bloß nicht zu erkennen geben, dass ein Spielzeug eigentlich schon vor Monaten ausrangiert worden ist und im Idealfall am Abend nicht wieder mit nach Hause genommen werden soll.

„Wir wollen gute Preise machen“, erklärte Flora Reimbold (10) beim Dürener Kindertrödelmarkt. Ihre Freundinnen Cecile Meiß (11) und Leni Schmitz (10) nickten zustimmend. „Aber wir sind nicht hier, um reich zu werden. Wir wollen zusammen Spaß haben“, fügte Flora hinzu.

Der Stand der drei Mädchen hat den Organisatoren des Dürener Trödelmarktes am Wochenende so gut gefallen, dass die Freundinnen von Hans Bert Cremer, dem Vorsitzenden des ausrichtenden „Verbandes Reisender Schausteller“, und Bürgermeister Paul Larue (CDU) zu den offiziellen Kindertrödel-Königinnen gekrönt wurden. Mit der 43. Auflage des Dürener Trödelmarktes wurde am Wochenende die neue Freiluft-Marktsaison eröffnet. Der Kindertrödelmarkt wurde in der Innenstadt am Samstag und Sonntag von professionellen Händlern flankiert, die noch bis Montag ihre Waren feilbieten.

Die Idee, zu dritt einen Stand aufzubauen, haben die drei Freundinnen spontan entwickelt, beim Spielen. „Wir haben lange in der Schlange warten müssen, um eine Karte zu bekommen“, berichtete Cecile. „Das haben wir ganz allein gemacht.“ Von ihren Eltern ließen sich die Mädchen am Wochenende aber doch ein wenig helfen, schließlich mussten alle Trödelsachen schon früh am Morgen in die Dürener Innenstadt gebracht werden.

Auch auf die nasskalte Witterung waren die Trödelköniginnen vorbereitet, mit Planen konnte bei Nieselregen alles schnell abgedeckt werden. „Wir sind zum ersten Mal dabei — aber ich kann mir gut vorstellen, dass wir nächstes Jahr noch einmal mitmachen“, sagte Leni. Die drei Freundinnen hatten ein Händchen fürs Trödeln, an ihrem Stand gab es viel zu tun. „Wenn wir besonders nette Kunden haben, gibt es auch einen Extra-Rabatt“, erklärte Cecile.

(sj)