Arnoldsweiler: Kicker setzen Zeichen gegen Extremismus

Arnoldsweiler: Kicker setzen Zeichen gegen Extremismus

Fußballer aller Nationalitäten haben sich in Arnoldsweiler getroffen, um gemeinsam ein Zeichen gegen Rassismus und Gewalt zu setzen. Trotz Saisonvorbereitung und zahlreichen Turnieren folgten über 30 aktive Fußballer des Kreises Düren dem Ruf der Dürener Initiative „Fußballvereine gegen Rechts”, um friedlich miteinander im „Bertram-Mötrath-Stadion” der Viktoria in Arnoldsweiler ein tolles Fußballspiel zu erleben.

Dieses Spiel war auch Reaktion auf die Ereignisse beim Freizeitturnier vor einer Woche an gleicher Stelle - und auf die Zerstörung des Merkener Sportplatzes vor einem ähnlichen Spiel. Die beiden Mannschaften, die von Beginn an bunt gemischt waren, traten in Trikots mit der Aufschrift „Dürener Fußballer gegen Rassismus und Gewalt” an und trennten sich nach einem fairen von Schiedsrichter Nelson N´dongala geleiteten Spiel leistungsgerecht 3:3 - unentschieden.

Unter den Augen von den Vize-Präsidenten des Fußballverbandes Mittelrhein, Dr. Stephan Osnabrügge, und Karl-Heinz Witt, dem Vorsitzenden des Fußballkreises, Manfred Schultze und dessen Stellvertreter Willi Gehlen, den beiden Stadtratsmitgliedern Yousef Momen und Reiner Guthausen und zahlreichen Zuschauern entwickelte sich ein faires und torreiches Spiel mit vielen freundlichen Gesten und der Bestätigung, dass Rassismus und Gewalt im Dürener Fußball keine Rolle spielt.

Ein Vertreter der rechten Szene versuchte, während der Eröffnungsrede durch Fotografieren der Teilnehmer die Veranstaltung zu stören. Der Veranstalter machte daraufhin von seinem Hausrecht Gebrauch und verwies ihn vom Gelände. Im Rahmen der Veranstaltung nahmen die Vereinsvertreter von Viktoria Arnoldsweiler und SV Selgersdorf je ein Schild mit der Aufschrift „Kein Platz für Rassismus und Gewalt” in Empfang und beteiligen sich damit an der Aktion „Vier Schrauben für Zivilcourage”. Diese Schilder werden sichtbar an den Fußballanlagen der beiden Vereine angebracht. Auch im kommenden Jahr soll dieses Fußballspiel gegen Rechts wieder stattfinden.

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