Düren: Keine gütliche Einigung: Kino steht vor der Räumung

Düren: Keine gütliche Einigung: Kino steht vor der Räumung

Das Dürener Kino an der Fritz-Erler-Straße steht offenbar kurz vor der Räumung. Dies zumindest teilten am Dienstag Meinolf Thies und Lutz Nennmann mit, die seit dem 1. April offiziell Mieter des Gebäudes sind. Alle Versuche der neuen Kinomacher, sich mit dem bisherigen Betreiber Comet Cinema zu einigen, sind offenbar gescheitert.

„Unser Angebot, das derzeitige Inventar zu einem marktgängigen Preis abzukaufen und die Mitarbeiter vor der Beschäftigungslosigkeit zu bewahren, wurde von den Comet-Betreibern wiederholt abgelehnt“, teilte Thies mit. „Zum letzten von uns gemachten Angebot sind die ersten Fristen bereits verstrichen. Bei uns verstärkt sich deshalb der Eindruck, dass weiter auf ein Spiel auf Zeit gesetzt wird. Jetzt kommen auch noch unsere Regressansprüche rückwirkend zum 1. April zum Schaden hinzu.“

Bereits am 28. März hatte die Kammer für Handelsfragen des Landgerichts Aachen die Comet Cinema GmbH zur Räumung bis zum 31. März verurteilt. Geschehen ist seitdem nichts. Die Comet-Geschäftsführung war auch am Dienstag telefonisch nicht für eine Stellungnahme zu erreichen.

Kai-Michael Görke, Justiziar des Immobilien-Eigentümers DDT Düren BV, teilte derweil auf Nachfrage mit, dass man sich mit den neuen Betreibern darauf verständigt habe, das Kino räumen zu lassen, wenn die Übernahmeverhandlungen gescheitert sind. Angaben zu einem Räumungstermin aber machte er nicht.

Verbunden mit der Räumung ist eine vorübergehende Schließung des Filmtheaters. „Gerne hätten wir die geplanten Renovierungs- und Umbaumaßnahmen in betriebsschwächere Zeiten wie die Fußball-WM gelegt“, betonte Thies. Dafür bekomme das Dürener Publikum nach der Schließungsphase jetzt direkt ein „neues Kino“ mit komplettem Neuausbau inklusive neuem Namen und neuem Konzept.

Sobald der Gerichtsvollzieher seine Arbeit gemacht hat, wollen Thies und Nennmann loslegen. Sie sehen bislang ungenutzte Möglichkeiten am Standort Düren, beispielsweise beim Komfort. Dafür soll die Zahl der Sitzplätze beim Neuausbau um rund 20 Prozent reduziert werden. In Kürze wollen die neuen Betreiber Details zum Zeitplan mitteilen.

(ja)