Nörvenich: Kaserne Haus Hardt wird für 3,6 Millionen saniert

Nörvenich: Kaserne Haus Hardt wird für 3,6 Millionen saniert

Nach der beschlossenen Umstellung des Jagbombergeschwaders 31 „Boelcke” vom Tornado auf den Eurofighter ab Ende 2009 hat die Bundesregierung jetzt auch grünes Licht für die dringend notwendige Sanierung der Unterkunfts- und Arbeitsbereiche des Geschwaders gegeben.

Thomas Rachel (CDU, MdB), parlamentarischer Staatssekretär im Bundesbildungsministerium, gab am Dienstag in Nörvenich im Auftrag seines Kollegen aus dem Verteidigungsministerium bekannt, dass in einem ersten Schritt insgesamt elf Millionen Euro zur Verfügung gestellt werde.

Davon fließen 3,6 Millionen Euro in die Sanierung der Arbeits- und Unterkunftsbereiche der Kaserne Haus Hardt in Nörvenich, der „Schlafstadt” des Geschwaders, erklärte Boelcke-Kommodore Oberstleutnant Ingo Gerhartz, in der vor allem die rund 480 Wehrpflichtigen des Geschwaders untergebracht sind. Die restlichen Millionen werden überwiegend in die Boelcke-Kaserne in Kerpen investiert.

In der Kaserne Haus Hardt sollen ab Oktober zehn Gebäude grundsaniert werden, verdeutlichte Norbert Berger, Leiter des Bundeswehr-Dienstleistungszentrums Aachen. Sie erhalten unter anderem neue sanitäre Anlagen, aber auch eine neue Wärmedämmung.

Das Interieur stamme im wesentlichen noch aus den 60er und 70er Jahren, unterstrich Thomas Rachel gestern die Notwendigkeit der Arbeiten. Neben modernster Waffentechnik seien angemessene Unterkunfts- und Arbeitsbedingungen mindestens ebenso wichtig für die Erfüllung des militärischen Auftrags, betonte der CDU-Politiker, der in der Investition ein weiteres Stück Zukunftsvorsorge für die rund 2000 Beschäftigten sieht.

Der Sanierungsbedarf sei zwar noch größer, betonte Oberstleutnant Gerhartz: „Aber mit den 3,6 Millionen Euro für die Kaserne Haus Hardt ist uns bereits sehr geholfen.”

Mit den nun bewilligten Mitteln nähern sich die Investitionen in den Standort Nörvenich der 100-Millionen-Euro-Grenze. Für den Eurofighter werden allein Gebäude (inkl. Technik) im Wert von 87 Millionen Euro errichtet. Insgesamt 35 Flugzeuge sollen ab Ende 2009 stationiert werden.

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