Düren: „Kasalla“ rockt Düren: 15.000 Fans feiern beim Stadtfest

Düren: „Kasalla“ rockt Düren: 15.000 Fans feiern beim Stadtfest

Wahnsinn! Düren feiert Stadtfest, und am Freitagabend rocken rund 15.000 Menschen mit „Kasalla“ auf dem Markt. „Ihr seid unglaublich“, ruft Sänger Bastian Campmann den Fans zu — und dann beginnt ein tolles Konzert mit Hits wie „Stäänefleejer“, „Scheissejal“ und „Pirate“. Besonders für Bandmitglied Flo Peil, der in Hürtgenwald aufgewachsen ist, ist der Abend in Düren ein echtes Heimspiel.

Seine Eltern und viele Freunde sind da, er genießt den Auftritt sichtlich. „‚Kasalla‘ ist ein echter Glücksgriff“, freut sich auch IG-City-Chef Rainer Guthausen. „Wir versuchen schon lange, sie nach Düren zu holen, jetzt hat es endlich geklappt.“

Das Stadtfest hatte in diesem Jahr wieder viel zu bieten: Programm gab es auf vier Bühnen in der Stadt. Einige der Bands, wie beispielsweise „Das Fiasko“ waren allerdings an der Rur längst keine Unbekannten mehr. Guthausen: „Das stimmt, aber die Fans fragen einfach immer wieder nach bestimmten Gruppen. Und die lassen wir dann gerne auch mehrmals auftreten.“ Das Stadtfest, ergänzt der Geschäftsmann, erfreue sich ungebrochener Beliebtheit.

„Auch wenn manche sagen, es gäbe nicht wirklich etwas Neues, lockt das Stadtfest Zehntausende in die Innenstadt und ist nach der Annakirmes mit Abstand die größte Veranstaltung in Düren.“ Immerhin kostet das Fest auch um die 150.000 Euro. Guthausen: „Geld, das zum Teil von unseren Mitgliedsunternehmen kommt, zum Teil aber natürlich auch von unseren Sponsoren.“ Sinn des Festes sei, möglichst viele Menschen in die Stadt zu locken. „Wir wollen zeigen, wie attraktiv Düren ist, auch als Einkaufsstadt.“

Bereits am Samstagmorgen hatte Bürgermeister Paul Larue Delegationen aller sieben Partnerstädte, nämlich Eregli (Türkei), Altmünster (Österreich), Cormeilles und Valenciennes (Frankreich) sowie Jinhua (China), Stryj (Ukraine) und Gradacac (Bosnien), im Rathaus begrüßt. „Ich freue mich sehr, dass alle sieben Partnerstädte beim Stadtfest vertreten sind. Das ist wirklich ein tolles Zeugnis für sehr lebendige Freundschaften, die von vielen Initiativen und Vereinen getragen werden.“

Ganz konkret wurde am Stadtfestwochenende ein Hilfsprogramm für eine Schule in der ukrainischen Partnerstadt Stryi in die Wege geleitet. Larue: „Die Ausstattung der Schule ist sehr schlecht. Lehrer und Schüler brauchen beispielsweise dringend Material, um vernünftigen Deutschunterricht machen zu können.“ Auf der sogenannten Partnerschaftsmeile im Schatten der Annakirche zeigten die Vertreter der Partnerstädte, was Leben und Kultur in ihren Orten ausmachen.

Immer wieder standen auch Dürener Tänzer, Sportler und Musiker auf der Bühne, um ihr Können zu zeigen und ihre Vereine vorzustellen. Am Sonntag hatten die Geschäfte geöffnet, viele Gäste des Festes nutzen die Möglichkeit zum Einkaufen.