1. Lokales
  2. Düren

Jülich: Kampfansage an schwarze Bürgermeister

Jülich : Kampfansage an schwarze Bürgermeister

„Signale, dass die SPD gut aufgestellt ist im Kreis Düren, werden von diesem Parteitag ausgehen”, erwartet Unterbezirksvorsitzender Dietmar Nietan (MdB).

„Wir werden den nötigen Schub für die bevor stehenden Herausforderungen geben”, ergänzten Ansgar Kieven, Vorsitzender des gastgebenden Ortsvereins Jülich, und Landtagsmitglied Hans Günter Hafke zur Eröffnung des Parteitags des SPD-Unterbezirk Düren.

Zu diesem Zeitpunkt herrschte unter den 76 stimmberechtigten Delegierten aus 22 Ortsvereinen im Glashaus des Brückenkopf-Parks eine verhalten optimistische Stimmung. Es war der von Nietan vorgetragene Bericht des UB-Vorstands, der unter den Delegierten für Aufbruchstimmung in Richtung Kommunalwahlen im September sorgte.

„Die Inszenierung von Events hat im Kreis die Sachpolitik abgelöst”, warf er Landrat Wolfgang Spelthahn (CDU) vor und bezichtigte ihn der „Selbstherrlichkeit im Stile von Ludwig XIV.”

Seine Aufforderung: „Wir müssen nicht nur den Landrat entlarven, sondern alle die schwarzen Bürgermeister im Kreis, die auf Kosten ihrer Kommunen dieses Spektakel mitfinanzieren.”

Den Ärger über manche Entscheidung der Bundes-SPD konnte man nachvollziehen, Nietan verwies aber auf die seiner Meinung nach von der Opposition gebotene Alternative, den „direkten Weg in die unsoziale Gesellschaft”.

Kreis im Vordergrund

Im Verlauf der Versammlung stellte sich Landratskandidat Jens Bröker vor und ließ erkennen, dass er mehr als zuversichtlich ist, den Amtsinhaber ablösen zu können. Seine Prämisse: „Politik mit klaren Zielen für Menschen. Nicht der Landrat steht im Vordergrund, sondern der Kreis”.

Dass bereits am kommenden Sonntag die Wahlen zum Europäischen Parlament stattfinden, wurde gegenwärtig, als Wilfried Kuckelkorn (MdEP) zu einer Visite erschien und der Versammlung Mut machte: „Lasst Euch von den Umfrageergebnissen nicht verrückt machen. Wenn es uns gelingt, die prognostizierten 23 Prozent SPD-Wähler dazu bewegen, auch zur Wahl zu gehen, dann haben wir bei der zu erwartenden geringen Wahlbeteiligung die absolute Mehrheit”.

In einem wahren Wahlmarathon zum Unterbezirksvorstand und zu weiteren Mandaten wurden Dietmar Nietan als Vorsitzender sowie Liesel Koschorreck und Hans-Friedrich Oetjen als die beieden stellvertretenden Vorsitzenden in ihren Ämtern bestätigt und neu gewählt.