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Düren: Kallscheuer hat Nerven aus ganz dicken Stahlseilen

Düren : Kallscheuer hat Nerven aus ganz dicken Stahlseilen

Fesselnde Partien, Emotionen auf und neben dem Platz: Die unbeschreibliche Atmosphäre zeichnet den Gilde-Cup aus. Nirgendwo ist das Publikum den Spielern so nah wie auf der Tennisanlage im Stadtpark.

Auch deswegen war der Gilde-Cup wieder ein voller Erfolg. Schon zum 20. Mal ausgerichtet, und die Teilnehmer- und Besucherzahlen steigen Jahr für Jahr. 140 Spieler aus 47 verschiedenen Vereinen - das ist Rekord beim Cup.

Die Organisatoren rund um Turnierleiter Alfred Schmallenbach glauben außerdem, in diesem Jahr einen neuen Rekord an Besuchern aufgestellt zu haben.

Und die kamen zweifellos auf ihre Kosten! Packende Ballwechsel auf rotem Sand wurden ihnen geboten. Vergebenen Breakbällen wurde nachgetrauert und Asse wurden bejubelt.

Vom ersten Vorrundenspiel bis hin zum letzten Endspiel war das Turnier von Emotionen geprägt - doch nicht nur die Zuschauer waren dafür verantwortlich, auch auf dem Platz ging es heiß her.

Kleinere Wutausbrüche und laute Jubelschreie waren bei jedem Match zu hören. Emotionen - sie gehören zum Sport, wie der Schläger zum Tennis.

Ehrgeiz schadet nicht, Verbissenheit schon. Wie heißt es doch so schön: „Man muss auch gönnen können.” Und gönnen konnten die Teilnehmer alle, einen schlechten Verlierer gab es nicht.

Nicht minder wichtig als Emotionen und Fairness war für das Turnier die unglaubliche Spannung. So erreichte keiner der topgesetzten Favoriten das Endspiel.

Dafür überraschten viele Spieler, die zum ersten Mal teilnahmen. Stephan Steinborn aus Mechernich bei den Herren 30 war so einer. Bravourös zwang er den Dürener Oliver Bünten im Halbfinale in die Knie; auch im Finale durfte er am Satzgewinn schnuppern, ehe Lokalmatador Jan Kallscheuer bewies, dass seine Nerven wohl aus zentimeterdicken Stahlseilen bestehen.

So durfte er bereits zum sechsten Mal den Cup mit nach Hause nehmen. Doch auch in den anderen Altersklassen wurde Tennis der Spitzenklasse gespielt. Bei den Herren 40 bezwang Dieter Niklewitz (Gürzenich-Wald) seinen Vereinskameraden Joachim Weber mit 6:2 und 6:0.

Bernd Wolschke aus Rheinbach gewann gleich bei seiner ersten Teilnahme den Cup in der Altersklasse Herren 50. Er schlug Hans Kämmerling (Eschweiler) mit 6:1 und 6:3. Den Cup der höchsten Altersklasse, Herren 60, ging an Walter Grass (Derichsweiler), der im Finale seinen Gürzenicher Kontrahenten Georg Herzog bezwingen konnte.

Erfolge feierten aber nicht nur die Spieler, sondern auch die Organisatoren. 188 Spiele wurden an 22 Spieltagen durchgeführt. Und trotz teils widriger Witterungsverhältnisse kam es nur zu kleinen Terminverschiebungen. Die Turnierleitung um Alfred Schmallenbach, der in diesem Jahr seinen letzten Gilde-Cup leitete, hat Großes geleistet.

Da stimmten auch die Teilnehmer zu. Rundum gelungen war also der Gilde-Cup. „Die Pläne für das nächste Jahr stehen schon.”, schmunzelt Klaus Glöckner, Mitglied der Turnierleitung. Spieler und Fans werden sich freuen.