Düren: Jutta Gigler präsentiert weibliche Körper in Knallbunt

Düren: Jutta Gigler präsentiert weibliche Körper in Knallbunt

Es herrschte eine sehr häusliche Atmosphäre auf Jutta Giglers Ausstellungseröffnung „RetroSpect“ am Samstag an der Uhlandstraße. Anstatt zur Eröffnung schwere Worte über die Kunst zu verlieren, trug der Heimbacher Künstler Peer Krischbin ein interaktives Lobgedicht auf die Künstlerin und ihre Kunst vor — an sich schon große Kunst.

Danach füllte der Flötist Atilla Cicek die Räume mit dem Klang seiner Blockflöte.Mit der Ausstellung „RetroSpect“ erweckt Jutta Gigler den Traum des Ateliers „ARTcore“ in ihren eigenen vier Wänden zu neuem Leben. Bereits vor sieben Jahren hatte die Künstlerin hier ausgestellt.

Wunderbare Symbiose

In zwei Räumen im Erdgeschoss sowie im gesamten, weitläufigen Treppenhaus finden sich die Bilder der Malerin. Die Kunst geht dort eine wunderbare Symbiose mit dem alten Gemäuer in der ehemaligen Alternativenszene Uhlandstraße ein. Das Haus stammt aus dem Jahr 1905 und wurde von der Familie restauriert. Die Kunst selber ist vielfältig. Sie verarbeitet religiöse Motive aller Art, vom Christentum über den Buddhismus bis hin zum Hinduismus. Auch die Farbwahl reicht von schlichten Tönen bis zu Knallbunt.

Neu in Szene gesetzt

Gerne verarbeitet die Künstlerin auch vorhandene Bilder in ihrer Malerei, verändert diese oder setzt sie neu in Szene. Dominierendes Thema sind ansonsten weibliche Körper und auch das Sexuelle. Preise zu ihren Werken nennt Gigler auf Nachfrage. Da sich ihr Atelier allerdings in ihrem Haus befindet, bittet sie für Besuchswünsche um Terminabsprache (Telefon 0163/1417603).

Ansonsten ist „RetroSpect“ wieder zur Finissage während der „Wege zur Kunst“ am 8. Mai geöffnet. Bis dahin ist die engagierte Gestalterin auch bei ihren sonstigen Engagements anzutreffen: bei der Premiere der neuen Konzertreihe „Airweiler“ am 6. Mai und beim Flüchtlingsprojekt „Kunstbrücke“.