Josefs-Gesellschaft und ctw wollen Klinikverbund

Vier Standorte im Kreis Düren : Josefs-Gesellschaft und ctw wollen Klinikverbund

Hoher Kostendruck, eine notwendige Spezialisierung und medizinische Leistung auf höchstem Nieveau – dieser Herausforderung will sich die Caritasträgergesellschaft West (ctw) mit ihrem neuen Eigentümer, der Kölner Josef-Gesellschaft (JG), stellen. Gleichzeitig spricht der neue Eigentümer eine Arbeitsplatzsicherheit für seine rund 3000 Beschäftigten in fünf Krankenhäusern und zwei Pflegeeinrichtungen aus.

Der Grund: Der Ende März geschlossene Kaufvertrag ist jetzt nach Zustimmung des Bundeskartellamtes vollzogen, wie die ctw mitteilt.

„Mit großer Freude und hohem Engagement stellen wir uns den nun anstehenden Herausforderungen. Gemeinsam mit der Josefs-Gesellschaft wollen wir die Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen der ctw in eine stabile und gute Zukunft führen“, sagt Diözesancaritasdirektor Burkard Schröders und Aufsichtsratsvorsitzender der ctw. Oberstes Ziel sei es demnach für die ctw, die Grund- und Regelversorgung der Bevölkerung in den unmittelbaren Einzugsgebieten Köln, Aachen und der nördlichen Eifel auch weiterhin sicherzustellen.

Schon Ende März hatte der neue Eigentümer bekräftigt, an allen Standorten festhalten zu wollen. Die Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen der ctw sollen nun in den nächsten ein bis zwei Jahren in die JG-Gruppe integriert werden. „Wir planen langfristig und machen nun einen Schritt nach dem anderen. Dazu werden wir uns die einzelnen Standorte genau ansehen und prüfen, wie wir sie im Verbund der Krankenhäuser und der Pflegeeinrichtungen jeweils stärken und weiter nach vorne bringen können“, sagt Dr. Theodor-Michael Lucas, Sprecher der Geschäftsführung der Josefs-Gesellschaft.

„Synergetische Effekte“

Erste Gespräche mit Mitarbeitern hat es dazu bereits gegeben. Gerade im Bereich der Krankenhäuser – die ctw ist an den Standorten Lendersdorf, Birkesdorf, Jülich, Linnich und Prüm vertreten – will man die vorhandenen Häuser zusammen mit den beiden Kölner Einrichtungen zu einem Klinikverbund ausbauen, um so auch Kosten zu sparen. „Mit den synergetischen Effekten des gewachsenen Verbundes werden wir unsere bedeutende Rolle als regionaler Krankenhausversorger im Wettbewerbsumfeld erkennbar weiter ausbauen“, ist sich Stephan Prinz, Geschäftsführer der ctw, sicher.

(bugi)
Mehr von Aachener Zeitung