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Im Kreis Düren: Jeder dritte Hausarzt ist älter als 60 Jahre

Im Kreis Düren : Jeder dritte Hausarzt ist älter als 60 Jahre

Das Thema „Ärztemangel auf dem Land“ ist flächendeckend ein schwerwiegendes. Für den Kreis Düren gibt die Kassenärztliche Vereinigung Nordrhein auf Anfrage Zahlen bekannt.

Auf Anfrage gibt die Kassenärztliche Vereinigung (KV) Nordrhein folgende Zahlen zu den niedergelassenen Hausärzten im Kreis Düren bekannt. Sie unterscheidet dabei zwischen den Bereichen Düren und Jülich. In ersterem seien derzeit etwa 130 hausärztliche Stellen besetzt (2020: 124, 2018: 129, 2016: 126). Im Bereich Jülich seien aktuell 45 Stellen besetzt (2020 und 2018 waren es ebenfalls 45, 2016: 44). Das Versorgungsniveau ist demzufolge in den vergangenen Jahren in Summe konstant geblieben. „In beiden Planungsbereichen liegt die rechnerische Versorgungsquote momentan bei über 100 Prozent, gemessen daran sind im Kreis Hausärzte in ausreichender Zahl niedergelassen.“

Die KV weist aber gleichzeitig darauf hin, dass von den niedergelassenen Hausärzten im Kreis Düren momentan jeder Dritte älter als 60 Jahre sei. Junge Medizinerinnen und Mediziner hätten allgemein nicht nur ein immenses Angebot an alternativen Tätigkeitsoptionen in beispielsweise Wirtschaft, Forschung und Kliniken, sondern würden mit Blick auf ihre Familiensituation und gegebenenfalls den Arbeitsplatz des Partners oft zu einer Tätigkeit in Städten tendieren. Dieser Tendenz gelte es entgegenzuwirken, was die KV unter anderem mit Beratungen und Veranstaltungen zu dem Thema versuche.