Düren: „Into the Blue“ bei Planet Jazz

Düren: „Into the Blue“ bei Planet Jazz

Eine mitreißend groovende Mischung aus Souljazz und Post-Bop, höchst virtuos, aber nie selbstverliebt, erwartet die Dürener Jazzfreunde am Freitag, 25. Oktober im Foyer der Evangelischen Gemeinde Düren. Für die attraktive Mixtur sorgen der seit Jahren zur vordersten Reihe der blühenden Kölner Jazz-Szene zählende Pianist Martin Sasse und der Baritonsaxofonist Marcus Bartelt.

Beide waren in unterschiedlichen Formationen häufig zu hören. Zusammen spielen sie im Quintett „Into the Blue“, für die Sasse das Klavier mit der Hammond-Orgel tauscht.

Eigene Kompositionen

Die Band orientiert sich an den Hammond-Saxofon-Gruppen des Soul Jazz der 60er Jahre, agiert aber nicht als Revival Band, sondern spielt mit Frische und Spielfreude überwiegend Kompositionen der beiden Leiter aus der gleichnamigen CD, die Spaß und musikalischen Gehalt verbindet.

Besonders ins Ohr (und in die Beine) gehen Bartelts „Lou’s walk“ (für Lou Donaldson) und „Tough guys don’t dance“ (für George Foreman) sowie Sasses „Blues for P.B.“ (für Peter Bernstein) und „Metronom“, das der gleichnamigen Kölner Jazz-Kneipe gewidmet ist. Johannes Behr an der Gitarre überzeugt mit gefühlvollen Läufen ebenso wie der solide swingende Bassist Ingo Senst und der quirlige Schlagzeuger Jens Düppe.

Pianistisch geprägt

Martin Sasse begleitet mit langen eindringlichen Tönen, in der Solistenrolle ist sein Spiel eher pianistisch geprägt. Marcus Bartelt glänzt mit abwechslungsreichen Solos und lässt das Baritonsaxofon verblüffend leichtgängig und flexibel klingen.

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