Düren: Integrationsagentur lädt nach Kommern ein

Düren: Integrationsagentur lädt nach Kommern ein

Erinnern Sie sich noch an den Duft und den Geschmack von frischem Brot, das in einem mit Holz befeuerten Ofen gebacken wurde? Haben Sie eine Vorstellung davon, wie es früher in der Dorfschule zuging? Wie die Landbevölkerung seit dem Ende des 15. Jahrhunderts im Rheinland baute, wohnte, wirtschaftete?

Im Freilichtmuseum Kommern können die Besucher mit allen Sinnen erleben, wie früher im Rheinland gelebt und gearbeitet wurde. Auch für die 57 Kinder und Frauen des muslimischen Frauenvereins „Amal und Aman” tat sich beim Durchwandern der Museumslandschaft eine faszinierende Welt auf.

Von Düren aus waren sie morgens mit dem Bus aufgebrochen zum Ausflug in die Eifel, organisiert im Rahmen eines Projektes der Integrationsagentur der Evangelischen Gemeinde.

Begeistert durchstöberten die Kinder Felder, Gärten, Obstwiesen, scheuchten Hühner durchs Gehege; die Erwachsenen bestaunten die historischen Gebäude aus der ehemaligen preußischen Rheinprovinz: Bauernhöfe, Wind- und Wassermühlen, Werkstätten und das Backhaus. In der Dorfschule konnten alle die Schulbank drücken.

„Wir Rheinländer”

„Es sieht hier genauso aus wie früher bei uns auf dem Land in Marokko”, meinten einige ältere Frauen. Für die Jüngeren, oft in Düren geboren und aufgewachsen, war es eher eine Entdeckungsfahrt in die Vergangenheit ihrer jetzigen Heimat.

Auch die Ausstellung „Wir Rheinländer” mit vielen anschaulichen Szenen aus der Geschichte des Rheinlandes von der Besetzung durch die Franzosen im ausgehenden 18. Jahrhundert bis in die 50er Jahre des 20. Jahrhunderts, fand lebhaftes Interesse.