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Richtlinie unterzeichnet

NRW-Innenminister Reul will Rechte Schwerbehinderter stärken

Nach drei Jahren Verhandlungen fertig ist die Richtlinie zum Sozialgesetzbuch IX zu den Rechten der Schwerbhinderten im Landesdienst. Im BFW Düren unterzeichneten Innenminiser Reul (zweiter von links) und die Hauptvertrauensleute der 20.000 Schwerbehinderten im Landesdienst das Dokument. FOTO: Schröder

Düren Der NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) unterzeichnet im Berufsförderungswerk Düren eine Richtlinie, die die Rechte von Schwerbehinderten im Landesdienst stärken soll.

„Wir bekommen von hier gutes Personal; da lohnt es sich, behinderten Menschen den Weg in die Arbeitswelt zu ebnen“. Dieses Lob von NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) wertete Dr. Inge Jansen, Geschäftsführerin des Berufsförderungswerkes Düren (BFW), als Wertschätzung für die Arbeit, die im Zentrum für berufliche Bildung Blinder und Sehbehinderter an der Karl-Arnold-Straße geleistet wird. Ganz bewusst, so der Minister, habe man das BFW Düren ausgewählt, die Richtlinie zum Sozialgesetzbuch IX feierlich zu unterzeichnen.

Diese Richtlinie stärkt die Rechte der rund 20.000 Schwerbe-hinderten in den Dienststellen der Landesverwaltung ebenso wie die Arbeit ihrer Interessenvertretungen. Unterzeichnet wurde die Richtlinie daher sowohl von Innenminister Reul als auch von den Hauptvertrauensleuten der Schwerbehinderten im Landesdienst.

Dass die Unterzeichnung im BFW Dürfen stattfand, hat einen besonderen Grund. Bereits in 22 Jahrgängen hat das BFW Düren in Kooperation mit dem BFW Oberhausen die sogenannte Landesqualifizierung veranstaltet, die Sehbehinderte und Blinde auf den Einsatz in der Landesverwaltung vorbereitet. Durch diese seit 1997 durchgeführten Bildungsmaßnahmen wurden mehr als 300 Personen in den Landesdienst übernommen. Erstmals wurde im Jahrgang 2018/19 ein Taubblinder auf den Berufsweg vorbereitet und bestand den Lehrgang als einer Kursbesten. Jetzt denkt man in Düsseldorf und Düren über die Einrichtung einer vergleichbaren Maßnahme für sehgeschädigte arbeitsuchen-de Akademiker nach.

Derzeit ist NRW das einzige Land, in dem spezielle Maßnahme für Sehbehinderte zur Übernahme in die Landesverwaltung durch-geführt werden. Claudia Middendorf, Beauftragte des Landes NRW für Menschen mit Behinderungen, appellierte daher an den Minister, bei seinen Kollegen für Maßnahmen dieser Art zu werben. Im Anschluss an die feierliche Unterzeichnung ließ Minister Reul sich durch das BFW führen und informierte sich vor Ort über Maßnahmeinhalte und technische Hilfen.

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