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Infostand zum Welt-Aids-Tag in Düren

Infostand in der Innenstadt : Zum Aids-Tag zeigen Schülerinnen Flagge

Die Zahl der jährlichen Neuinfektionen ist bundesweit in den vergangenen Jahren von 3000 auf 2000 Menschen gesunken. Dennoch bleibt Aufklärung das A und O im Kreis Düren. Seit 20 Jahren zeigt an jedem 1. Dezember, dem Welt-Aids-Tag, die Drogen- und Suchberatung des regionalen Caritas-Verbandes Düren-Jülich mit einem Informationsstand in der Dürener Innenstadt Flagge.

Genauso lange schon sammeln Schülerinnen des St.-Angela-Gymnasiums unter der Schirmherrschaft von Dürens stellvertretender Bürgermeister Liesel Koschorreck Spenden für die Aufklärungs- und Präventionsarbeit der Beratungsstelle.

„Kondome schützen: Diese wichtige Botschaft muss jede Generation aufs Neue lernen und berücksichtigen“, erklärt Andrea Hoven von der Beratungsstelle. Andrea Hoven und ihre Kollegen sind regelmäßig in den Schulen unterwegs. Jeweils in den achten Klassen geht es um die Suchtprävention, in den neunten Klassen stehen sexualpädagogische Themen und Aids-Prophylaxe an. Um die benötigten Unterrichtsmaterialen vorhalten zu können, ist die Beratungsstelle auch auf Spenden angewiesen. Unterstützt wurde die Aufklärungs- und Spendensammel-Aktion von den Mitgliedern der Gruppe „Rainbow Community Düren“. Durch den Infostand ist in den vergangenen Jahren mancher Betroffene auf die Aids-Beratungsstelle im Dürener Kreishaus aufmerksam geworden und hat die anonymen Beratungs- und Unterstützungsangebote angenommen.

„Ich finde es toll, dass jedes Jahr aufs Neue Schülerinnen in ihrer Freizeit dazu bereit sind, für dieses wichtige Anliegen Spenden zu sammeln“, bedankte sich Liesel Koschorreck (SPD) für den ehrenamtlichen Einsatz der Angela-Schülerinnen an einem Sonntag. „Wir machen gerne mit“, sprach Katharina Nix für alle Mitstreiterinnen. Nach dem Unterrichtsbesuche der Drogen- und Suchtberatung in der Schulklasse war klar, dass sich die Schülerinnen am Informationsstand beteiligen und Menschen auf ein Thema aufmerksam machen wollen, über das im Alltag eher geschwiegen wird.

(sj)