Düren: Ina Hagenau und Band beeindrucken mit Konzert der leisen Töne

Düren: Ina Hagenau und Band beeindrucken mit Konzert der leisen Töne

Ein Trio mit Format. Was Ina Hagenau und Band im vollbesetzten Foyer des Hauses der Stadt boten, war mehr als nur hörenswert. Man war gefangen vom Spiel des Gitarristen Sascha Blejwas, dem kraftvollen Ton des Bassisten Matthias Hacker und der einfühlsamen Stimme von Ina Hagenau.

Die Techniker im Haus der Stadt, allen voran Bühnenmeister Peter Happe, hatten sich bei der Lichtgestaltung einiges einfallen lassen.

Es waren die leisen Töne, die dieses Konzert im Rahmen des Konzertforums der Cappella Villa Duria so bemerkenswert machten. Man lauschte einer Musik, die natürlich und intim wirkte, ohne Effekte, reduziert auf einfache Klarheit, die Platz schaffte für das, was ist.

Eine musikalische Tour durch bekannte oder wenig gespielte Jazzstandards, ein Abstecher zu Popsongs, eine Spannbreite zwischen Tom Waits und Bob Dylan, Cole Porter und Henry Mancini. Acoustic-Pop- Jazz, intensiv dargeboten. Die facettenreiche Stimme von Ina Hagenau, ihre Interpretation der Songs beeindruckten die Zuschauer, die mit Applaus nicht geizten.

Mit Sascha Blejwas hatte sie einen Gitarristen an ihrer Seite, der auf der verstärkten Akustikgitarre einen exzellenten Klang schuf. Ihn machte aber außer seinem musikalischen Können noch etwas anderes sympathisch: Ständig suchte er „seine Noten” und dokumentierte, dass Kunst und Ordnung nicht immer zusammen passen.

Keine Probleme damit hatte Kontrabassist Matthias Hacker. Er zeigte, was man aus diesem Instrument „heraus holen” kann - mal führend in der Solisten-Funktion oder als zurückhaltender Begleiter. Er fügte sich nahtlos in das Ensemble ein, das einen hervorragenden Abend bot.

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