Neue Umgestaltungspläne: In den Heimbacher Kurpark fließt mehr Geld

Neue Umgestaltungspläne : In den Heimbacher Kurpark fließt mehr Geld

Bei der Rurufer-Umgestaltung legt die Stadt Heimbach einige Schaufeln drauf. Die Kosten für den Kurpark verdreifachen sich fast. Der Stadtrat beschloss mit Mehrheit eine vollkommen neue Planung des weitläufigen Areals.

Der Touristenmagnet unter den Kommunen im Kreis Düren, die Stadt Heimbach, erfindet sich ein bisschen neu. Das kann man sagen, wenn alle Maßnahmen des Integrierten Handlungskonzeptes umgesetzt worden sind, was aber noch dauert. Ein wesentlicher Bestandteil wird weit nach hinten geschoben: die Attraktivierung der Hengebachstraße. Die ergibt keinen Sinn, solange nicht klar ist, wie genau der Hochwasserschutz des Fließgewässers Heimbach im Untergrund aussehen muss. Dafür legt die Stadt nun bei der Umgestaltung des Kurparks mehr als eine Schaufel drauf.

Der Stadtrat beschloss mit Mehrheit eine vollkommen neue Planung des weitläufigen Areals. Die Kosten verdreifachen sich fast: von 215.000 auf mehr als 600.000 Euro. Dafür werden die Wege nicht nur oberflächlich, sondern komplett erneuert. Ein Bodengutachten hat laut Daniel Steffens (Planbüro RMP) ergeben, dass sie nicht mehr tragfähig sind. Der Kurpark bekommt komplett neues Mobiliar – allein 17 Parkbänke sind zu ersetzen –, erweiterte Beetflächen sowie eine neue Infrastruktur in der Tiefe: Leitungen für Strom, Daten und Wasser werden bis zum Musikpavillon gelegt.

Außerdem wird eine Aufstellfläche für Toilettencontainer geschaffen. Die Maßnahmen waren in der Lenkungsgruppe Stadtentwicklung im Detail diskutiert worden. Die hat sich laut Bürgermeister Peter Cremer (parteilos) zu dieser Planung entschlossen, weil die Attraktivierung des Rurufers eben ein wesentlicher Bestandteil des Handlungskonzeptes sei.

Kurpark Heimbach mit Musikpavillon vor der Umgestaltung. Foto: ZVA/Volker Uerlings

Die SPD-Fraktion fand die Vorschläge allesamt wünschenswert, aber zu teuer. Matthias Dürbaum: „Wir halten diese Kosten für zu hoch.“ Die Fraktion beantragte, die Kurpark-Planung zu überarbeiten, um eine Kostenreduzierung von 100.000 Euro zu erreichen. Die SPD fürchte ansonsten, dass für weitere wichtige Schritte des InHK am Ende das Geld fehle. Der Antrag erhielt keine Mehrheit.

Bürgermeister Cremer hatte gewarnt, das Gesamtkonzept überstürzt aufzuweichen. Er sagte: „Das können wir uns erlauben, weil es in die Budgetplanung passt.“ Von den 6,5 Millionen Euro sind 1,4 Millionen Euro ausgegeben (1,1 Millionen hat die Erneuerung der Rurpromenade gekostet). Nächste Schritte sind das Rurufer, dann die Umgestaltung des Bahnhofvorplatzes und danach die Einrichtung des „Kulturtreibhauses“, hinter dem sich eine Begegnungsstätte in den allmählich verfallenden alten Gewächshäusern am Rurufer verbirgt.

(-vpu-)
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