Nideggen: In abgespeckter Form: Geplanter Kletterpark Eschauel könnte kommen

Nideggen: In abgespeckter Form: Geplanter Kletterpark Eschauel könnte kommen

Der geplante Kletterpark in Eschauel könnte nach derzeitigem Sachstand kommen, allerdings in deutlich abgespeckter Form. Das ist das Ergebnis der Abstimmung im Nideggener Stadtrat, der sich am Dienstagabend in der Bürgerbegegnungsstätte im Rathaus auch mit diesem Thema beschäftigte.

Anwesend waren im Besucherraum sowohl die Bauvorhabenträgerin Yasmin Kalmuth-Büyükdere mit einigen Anhängern ihrer Pläne als auch Gegner, Mitglieder der Bürgerinitiative „Rettet den Eschauel“. Zunächst beschloss der Rat mehrheitlich in geheimer Abstimmung, die Planungen weiter voran zu treiben. Er lehnte damit einen Antrag der Bürgerinitiative ab. In Vorgesprächen mit der Stadtverwaltung hatte sich Kalmuth-Büyükdere bereit erklärt, auf einen kleinen Teil der Planfläche, nämlich auf den oberen Parkplatz am Taucherwagen, zu verzichten.

CDU-Antrag

Bevor die Offenlegung des Planes beschlossen wurde, stellte Markus Fischer, der Fraktionsvorsitzende der CDU, den Antrag, den gesamten südlichen Bereich aus dem Plan herauszunehmen. Dieser Idee folgten die Ratsvertreter ebenfalls mehrheitlich. Damit wurde die Offenlegung beschlossen, allerdings nur für den nördlichen Bereich.

Außerdem erteilten die Ratsmitglieder Bürgermeister Marco Schmunkamp den Auftrag, mit Yasmin Kalmuth-Büyükdere Gespräche über die nun veränderte Lage zu führen.

Zwei Mal wurde die Sitzung unterbrochen und der Bauvorhabenträgerin das Wort erteilt. Diese zeigte sich in der Sitzung mit der neuen Lösung unzufrieden. Yasmin Kalmuth-Büyükdere sagte, dass sich diese Lösung wirtschaftlich nicht tragen würde. Sie benötige Laufkundschaft, sagte sie. Wenn der „Londonbus“, der als Anlaufstation für die Klettertouristen nun nicht mehr vor der Schranke am Eschauel, sondern am Holzablageplatz stehen solle, sehe sie die Pläne gefährdet. Problematisch erschienen Nideggener Ratsmitgliedern auch die Abstandsflächen vom Holzablageplatz zu den benachbarten Häusern.

Weiter verfolgen

Am Mittwoch erklärte Yasmin Kalmuth-Büyükdere in einer Pressemitteilung, dass sie ihre Pläne für den Kletterwald gleichwohl weiter verfolgen wolle. Sie müsse jetzt mit Fachleuten prüfen, ob die übrig bleibenden Areale auf der Halbinsel Eschauel ausreichend und eben geeignet seien, einen Kletterwald wirtschaftlich sinnvoll betreiben zu können. Die Dinge würde für die geplante Investition unter diesen Voraussetzungen nicht einfacher, aber sie werde „dieses für die Stadt Nideggen und das ganze Rurseen-Gebiet touristische, gesellschaftliche und soziale Vorhaben weiter verfolgen“.

In den kommenden Wochen wolle sie mit modifizierten Plänen an die Genehmigungsgremien der Stadt herantreten. Sie bedauerte, dass mit der Streichung der südlichen Flache der Kletterwald für blinde und sehbehinderte Menschen wegfalle.

(red)