1. Lokales
  2. Düren

Düren: Im Café International stellen geflüchtete Frauen ihre farbigen Kunstwerke aus

Düren : Im Café International stellen geflüchtete Frauen ihre farbigen Kunstwerke aus

Von Januar bis April waren die farbstarken Porträts als „Kunst im Leerstand“, einem Dürener CityMa—Projekt, im Schaufenster eines leerstehenden Ladenlokals an der Wilhelmstraße zu sehen. Bis Mitte August verschönern die Porträts nun das Café International der Evangelischen Gemeinde.

Im Kunstkurs „Mal doch mal“, einem Kooperationsprojekt von Integrationsagentur und dem IKSK (Irakisch—Kurdischer Sport- und Kulturverein) üben sich die geflüchtete Frauen normalerweise in Gesicht-, Figuren- und Porträtzeichnung.

Zaryia Salam aus dem Vorstand des IKSK, welche sonst den Kurs organisiert und den Kontakt zu den Frauen aus den Asylunterkünften herstellt, hat nun die Rolle gewechselt und ist selbst begeisterte Teilnehmerin: In dem neuen Workshop „Deine Nachricht“ übernahm die Dürener Fotografin Claudia Veith, welche die Idee zum Kurs und das Konzept hierzu entwickelt hatte, Regie. Über mehrere Wochen begleitete sie die Mädchen und Frauen im kreativen Prozess vom eigenen Foto zum persönlichen coolen Graffiti.

Zuerst fotografierten sich die Teilnehmerinnen gegenseitig bei spezieller Beleuchtung. Diese Aufnahmen wandelten sie anschließend in Vorlagen für Schablonen um: sogenannte Stencils. Schließlich sprühten sie mit den Schablonen ihre Porträts auf Leinwand und Pappe mit verschiedenen Techniken und mehreren Farbschichten. Ihre Botschaften, gleich ob Herzenswünsche, Forderungen, Träume, Protest oder Scherze, brachten sie im Kurs mit Worten und Bildern ein. Claudia Veith sagte abschließend: „Ich freue mich sehr, dass die Bilder nicht einfach in Schubladen verschwinden. Es ist toll, dass die Mädchen und jungen Frauen Gesicht zeigen und ihre schönen Porträts nun öffentlich zu bewundern sind.“